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Einfluß des Gebets auf die menschlilcherrSchicksale.
Matthäus 7, 7 - it.
Mit keinem Glück vertausch' ich sic,
Die sel'gen/ stillen Stunden/
Wv/ mit zum Staub gebeugtem Knie,
Ich betend Dich empfunden;
Wo ich mit Thränen vor Dir stand,
Gott, Deine Vatcrhuld empfand.
Die Trost ins Herz mir senkte,
Und mich voll Weisheit lenkte.
Du warst mein Gott noch, wenn ich schonAuch keinen Menschen hatte;
Du bist mein Gott noch, wenn ich schon,
Im frommen Kampf ermatte.
Ich bete, und Du gibst mir Rath,
Gibst Stärke mir zur bessern That;
Wo Andre unterliegen,
Macht das Gebet mich siegen.
dm Tagen des grauen Alterthums war unter den Völkern:große Ehrfurcht vor denen, die durch Weisheit und Seelengrößevor allen Andern ausgezeichnet waren. Ihr Rath, der seltenbetrog; ihre Warnungen, die sich fast immer erfüllten; ihreEnthaltsamkeit, wo sie gleich Andern sich jeder Lust überlassenkonnten; ihre Verachtung dessen, wonach gewöhnliche Menschenam begierigsten zu trachten pflegten; ihr ruhiger Ernst, wennAlles im Taumel des Glücks schwamm; ihr heiterer Muth, wennJedermann verzagte: Alles schien aus ihnen etwas Ueberirdischeszu verkünden. Man glaubte von ihnen, sie ständen mit Gottin unmittelbarer Verbindung; ihnen würde immer das Beste vonder Gottheit offenbaret.
Wenn Moses hinwegging in die Einsamkeit des Gebirges, aufden Höhen desselben mit Jehova zu reden, sah ihm mit schaudernderEhrfurcht das Volk nach. Wenn Israels Heere gegen den über-legcnen Feind kämpften, und sie wußten, Moses bete zu Jehova,waren sie ihres Sieges gewiß. Diese unter Juden und Heidenherrschende Meinung vom Umgang ihrer Weisesten mit Gott hattegroße Wirkungen auf alle Unternehmungen. Darum wurden