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2 (1837) Andachtsbuch einer christlichen Familie
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möchten, haben wir von seiner Gnade erst empfangen. Dochein frommes, dankbares Herz ist ihm angenehm. So beglücketdie Andern mit Wohl und Liebe, wie er euch beglücket, undlobet im Gemüthe den Geber alles Guten!"

Oder statt des Abendgebetes der Dcnkspruch:Wer weiß, obdu zum Schlafen oder Sterben gehest? Wer kann sagen, daß duden Morgen wiederstehest? Gott aber weiß es; und was erbeschlossen hat, das geschiehet. Vertrauet auf seine Barmherzig-keit, und werfet im stillen Gebete eure Sorge auf den Herrn!Nur er kann die Sünden vergeben dem, der sein Leben bessernwill; nur er kann bewahren vor Unglück den, welchen es bedrohet;nur er kann die Thränen trocknen vom Auge des Trostlosen!Rufet ihn an im stillen Gebet, zum Vater im Himmel rufet, erist euch nahe und höret eure verborgenen Gedanken ! *

Solche und ähnliche Erinnerungssprüche werden selten ihreWirkung verfehlen; auch selbst bei rohen Gemüthern nicht;auch nicht bei denen, die voller Zerstreuung sind. Es gibtAugenblicke, es gibt Schicksale, da solch ein Wort unerwartetdie Seele ergreift, zur ernsten Betrachtung unwiderstehlich hin-zieht, und die Seele zum Gebet reif macht.

Dann bete. Nicht das tobte Erlernte bete, sondern wasdas Herz eingibt. Dann, wunde Seele, blute deinen Schmerzvor ihm aus; dann, du Gebeugter, erhebe das Auge deinesGeistes vertrauensvoll zum Himmlischen empor. Bitte, sowird dir gegeben; rufe ihn nur an in der Noth,so wird er dich erretten.

Bete mit Vertrauen, mit kindlicher Hingebung, mit Ueber-zcugung: Gott wolle dein Glück! dann wirst du die Wunder-mackt des Gebetes in deiner Brust empfinden. Und wennFchenlastcn auf deinem Herzen lägen: sie werden verschwinden,gleich einem Nebel oder Traum. Schrecken dich Gefahren,deine Furcht wird in festen Muth verwandelt werden, mit demdu ihnen unverzagt entgegen gehest. Denn eine innere Stimmewird dir sagen, wer mit dir sei, daß du dich nicht fürchtest.

Bete mit Weisheit! Bitte zum Allweisen nichtmit dem Eigenwillen und Eigensinn eines Kindes,