25
ulswrcliNPE, irllM^^k
Mim sch V,MM Tm^kildÄW Gv'ü-> nch Gvttztt>n, unwM
d suchen uien'. sU> I:ne
IhßktkennkH. l^chl immec in»«, in iuiseu s!uK
e BeiM; 1 °"'^MkürB
!U»z > . ..... er
Gott inilder und gnädiger vor. — Ein schwächlicher Körper machtfurchtsam, weichlich, mitleidig, versöhnlicher und beständiger.Eine Stockung in den Eingeweide» macht ängstlich, Zweifel«süchtig, trübsinnig, an sich und allem Glück verzweifelnd, oftlebensmüde und sogar zum Selbstmord geneigt. Vollblütigkeitmacht zum Wohlleben, zur Wollust, zum Ehrgeiz, zur Pracht-liebe aufgelegt. Träge Säfte machen langsam, bedächtig, unrtheilnehmend, gegen fremdes Leiden gleichgültig, zur Begeisterungfür das Gute, für tiefe Rührung fast unfähig.
So sehr hängen wir von der jedesmaligen und eigenthüm-lichen Beschaffenheit unsers Körpers ab; so groß ist der Einflußdes daher entspringenden Gemüthszustandes auf unfern religiösenSinn. Darum laßt uns unser Wesen untersuchen und erforschen.Vielmals ist der leibliche Arzt nothwendiger, als der geistliche,um eine kranke Seele zu heilen.
Wenn wir an uns gewahr werden, daß weder die sorg-fältigste Aufmerksamkeit auf unser eigenes Betragen, noch derredlichste und stärkste Wille im Stande sind, eine von selbst nachund nach gekommene, traurige, schwermüthige Stimmung desGemüths von uns zu entfernen; oder ein uns anklebendcs mür-risches, ärgerliches Wesen, einen beständigen Hang, Verdruß zuhaben und zu klagen, eine oft wiederkehrende Neigung zumJähzorn zu überwinden; oder wollüstige, viehische Begierden zudampfen und zu verbannen; oder gewisse, immer zurückkehrendegottlose Vorstellungen, beängstigende Gedanken, quälende Empfin-dungen zu zerstreuen und aufhören zu machen; wenn wir an unsgewahr werden, daß wir weder durch Anstrengung des Willens,noch durch Ueberlegung, noch durch Gebet, eine herrschendeTraurigkeit, oder Heftigkeit, oder Beklommenheit, oder Zweifcl-sucht los werden können: so dürfen wir zuverlässig glauben, daßdie Ursache unserer Fehlerhaftigkeit weniger in dem Zustandeunsers Geistes, als in dem mangelhaften Zustande unsers Kör-pers liege. Wir dürfen glauben, daß, ungeachtet unsere Gesichts-farbe noch blühend, unser Schlaf noch ruhig, unsere Eßlustnoch nicht gemindert, und jede Verrichtung des Körpers nochin unveränderter Kraft ist, dennoch eine innere Schwäche, die1l. L