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der und herrschender. Sie verbreitet eine Heiligkeit in seinenGesinnungen, welche Alles, was er denkt, fühlt und thut, adelt.Was er auch wahrnchme, sage und begehre: es wird mit Liebe,Milde und Güte geschehen, und das Gepräge einer schönen Seeleführen. Wer kann in Gebeten oder frommen Betrachtungen vorGott stehen und gleichsam vom Thron des Allerhöchsten nieder?steigen, um Unwürdiges zu lieben oder zu vollbringen?
So wird dem Christen gewissermaßen das ganze Leben einegroße Andacht — so war es Dein Leben, Gottmensch, Welterlöser,Jesus Christus. Dein gcsammtes Wirken unter den Kindern desStaubes war eine heilige Erhebung der reinsten Seele, DeinGedanken an den Vater des Geistes immer eine heilige Ent?zückung — denn ach! wer kannte den Vater, wie Du? DeineGebete waren eben so viele Verklärungen.
O mein und aller Welten Gott, Unsichtbarer, Majestätischer,du Eines, du Alles und doch noch mein Vater, Dich durch Jesum,Dich durch den Glanz deiner Wunder immer näher und herr-licher kennen zu lernen, und mich in der erweiterten Erkcnntnißimmer mehr zu heiligen, — mich in der Vereinigung meinesGeistes mit Dir, mein Gott, zu vergöttlichen — ach, das istmeine Sehnsucht, mein Streben, das die Bestimmung meinesLebens. — Könnte ich ihr jemals ungetreu sein? Nimmermehr.Der Anblick Deiner Größe erfüllt Himmel und Erde mit Erstaunenund Verehrung, die Betrachtung Deiner Liebe, die Unendlichkeitder Welten mit Wonne. Es beten vor Dir Seraphim und Cheru-bim; und betende Andacht nähert den Sterblichen den Engelnund ihrem Thun. O, daß ich zu den heiligen Schaarcn gehörenkönnte, die dich hier im Staube schon ganz würdig verherrlichen!Ich kann es — Du gabst mir die Gnade und die Kraft! Mehreinst dort, Dir näher, selbst herrlicher, werde ich es. Amen.