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2 (1837) Andachtsbuch einer christlichen Familie
Entstehung
Seite
11
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mich, für die hienieden kein Name gefunden wird. Ich werdeDich schauen, ich selbst dann vollkommener, herrlicher durchDeine Gnade; ein edler Theil des endlosen Wellganzen, geschaffenzu Vollkommenheiten, die ich auf Erden noch nicht ahnenWeltenschöpfer!wie werde ich Dich würdig anbeten, wenndas Lichtreich der Seligen mich umfangt, und die verklärte«Schaaren der Unsterblichen und Miriaden Welten Dir entgegen-'jauchzen! wenn die himmlische ewige Bahn zu immer größer»Vollkommenheiten und immer namenloser» Seligkeiten vor mirglänzend aufgethan liegt! wenn ich auf dieser Bahn, ach, dieGeliebten meiner Seele suche, die Edcln, welche vor mir früh>dahin gingen, und sich emporschwangen, und O i ch sahen!

Verstumme, o mein allzukühner Geist, und bete in kindlicherEinfalt hienieden die Macht des Allerhöchsten, des Allergütigstenan. Es wird ein Tag erscheinen er erscheint gewiß! dawirst du, o mein unsterblicher Geist, ihm näher stehen, mit all"den Seligen, für die, wie für dich, das Blut der Heiligung floß!

Werde wie sie, wie jene Verklärten, die Gott schauen dürfen.Dorthin darf nicht der Unreine treten; nur die Reinheit, nurdie Unschuld tritt in das Heiligthum einer schönem Welt.

Ach, was war ich bisher! Wie unwürdig, wie fehlervoll nochim vergangenen Jahre! Und was bin ich noch jetzt! O Gott,Du Allerheiligster, wie darf ich zu Dir emporsehen, wie darfich das Höchste hoffen? Nur die reines Herzens sind, werdenDich schauen. O so laß mich reines Herzens werden, und durch-dringe mich mit der Kraft Deines heiligen Geistes, daß ich nichtermüde, mich selbst zu läutern von Allem, was sündlich undunvollkommen ist. Ein neuer, ein besserer Mensch will ich in dasneue Jahr eintreten; reines Herzens will ich durch das Lebengehen. Wohl mir, wenn ich überwinde; wohl mir, wenn ichmein heiliges Ziel erreiche; wohl mir, wenn auch ich einst aufmeinem Sterbebette lächelnd zu meinen Freunden sprechen darf:Selig sind, die reines Herzens sind, denn sie werden Gott schauen!