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1 (1837) Andachtsbuch einer christlichen Familie
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geheißen; die blöden Sterblichen dachten sie sich dennoch in einerGestalt, die von einem engen Raume umgeben wäre, in Gestalteines Menschen, oder wohl gar eines Thieres. Umsonst verbotMoses, ein Bild von Gott zu machen; die Israeliten kehrtenmehr als einmal zu dem Verbotenen zurück.

So kam die Abgött-erei in die Welt. Die ersten Menschen ver-ehrten das höchste Wesen in geistiger Reinheit. Dann kamen andere,und suchten ihre Andacht durch bildliche Vorstellungen zu erhöhen,durch welche sie sinnlich an den Ewigen gewöhnt wurden. Daraufkamen wieder andere, welche das Unsichtbare vergaßen, und vorden Bildsäulen und Gemälden knieren, als wohnte die Gottheitin einem Behälter von Stein, Holz, Farben und Erz, das vonMenschenhänden gemacht worden. Und also haben sie, wiePaulus sagt, verwandele die Herrlichkeit des unver-gänglichen Gottes in ein Bild, gleich den vergäng-lichen Menschen und der Vögel, und der vierfüßigenThiereund kriechenden Thiere. (Röm. 1, 23.)

So ist es auch wohl noch heutiges Tages bei vielen Christen.Wohl mögen Tausende und Tausende leben, die sich das höchste,das unendliche Wesen, von dem das weite Weltall regiert wird,ganz in menschlicher Gestalt denken. Andere wieder, die wohlvernünftiger zu sein glauben, achten solche Vorstellungen nicht,aber doch können sie sich nicht verwehren, sich Gott mit allerleiEigenschaften zu denken, die sie wohl an mächtigen Menschenfinden, mit Eigenschaften, die selbst an Menschen sehr fehler-haft sind. Sie stellen sich ihn bald zornig vor; bald durchinenschliche Bitten erweicht und gerührt; bald begierig, von denMenschen geehrt zu werden; bald dankbar für empfangene Ehren-bezeugungen ; bald, als müsse er erst von uns um das gebetenund von dem unterrichtet werden, was zu unserm Besten dienenkönne. Auch gibt cs wohl Andere, welche glauben, sie haben dieedelste Vorstellung von dem weisen und lebendigen Gott, wenn siesich ihn als eine große Kraft der Natur, als eine Art von Welt-secle denken, oder als den Inbegriff der Kräfte, durch welchealles Sichtbare so und nicht anders ist. Sie verwechseln in ver-worrenen Begriffen den lebendig waltenden Gott mit den nach