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1 (1837) Andachtsbuch einer christlichen Familie
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einen untcrthänigen äußerlichen Dienst gegen die Gottheit, wieman etwa auch Menschen zu dienen pflegt, mit ä-ußerer Ehr-erbietung und Pflicht! Sie setzen den ganzen Werth ihrer Gottes-Verehrung und die ganze Wirksamkeit der Religion in treueBeobachtung der kirchlichen Handlungen und Gebräuche. Siemeinen, wenn sie diese nur vollbracht haben, dann hätten sieGott schon gegeben und geleistet, was Gottes ist. Dam. haltensie ihrerseits Gott gleichsam für ihren Schuldner, dem sie Dienstegeleistet, wofür er ihnen wieder erkenntlich fein werde. Ach, siedenken kaum daran, daß wir mit allem unserm Thun und Lassendem allmächtigen Herrn aller Welten und Schicksale nichts gchenkönnen; daß Alles, was wir in gottesdienstlichen Absichten thun,nicht Gottes Freude und Nutzen, sondern allein unser eigenerNutzen, unsere eigene Freude sein soll!

So gebrauchen viele Menschen die heiligen Sakramente,und bilden sich ein, daß der Genuß derselben an sich schon eineganz besondere, Reue wirkende, von Sünden reinigende Krafthabe. Sie bedienen sich derselben ganz gedankenlos, und dochhalten sie dafür, schon dadurch, daß sie das Sakrament empfingen,sei in ihnen und bei Gott eine wichtige Veränderung vorgcgangen.Aber dies ist Aberglaube und falscher Gottesdienst! Denn Brodund Wein, Wasser, Dehl und Salz bleiben irdische Dinge inund außer dem Tempel; und sie haben keine wunderwirkendeKraft, auch wenn der Geistliche sie durch sein Gebet und dieBezeichnung mit dem Kreuze geweiht hat. Denn was ist dieWeihe anders, als eine bloße Anrufung Gottes, ein Gebet zürnVater des Segens, daß er den Gebrauch des Sakraments anuns von segenvollem Erfolge sein lassen wolle? Wie aberkann es von segenreicher Wirkung sein, wenn wir durchGedankenlosigkeit uns der heilsamen Kraft heiliger Handlungenfreiwillig berauben? Kann ein Sakrament Gnade vor Gott undVergebung der Sünden wirken, wenn ihr es im gleichen Augen-blicke durch Leichtsinn und Eitelkeit, durch Zerstreuung, Neidoder andere unanständige Gefühle verspottet? Wisset ihr nicht,daß, wer unwürdig vom Tische des Herrn isset und trinket, ihmselber das Gericht isset und trinket? Aber Taufinde und

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