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eines und desselben Leibes betrachten lernen wollen, sondernimmerdar nur streben, unfern Leidenschaften große Opfer zu-sammenzuschleppen, und ginge darüber das Wohl von Tausen-den endlich zu Grunde — hier ist die wahre Quelle der heutiqenVölkerleiden!
Fern von mir sei fortan ein Murren gegen Deine Verhäng-nisse; fern von mir jeder Zweifel an die Heilsamkeit Deiner An-ordnungen in den Schicksalen der Völker zu ihrer Besserung; fernvon mir die vermessene Anklage der Obrigkeiten und Fürsten, dieDu nach Deiner Weisheit durch mannigfaltige Umstände leitest!In unserer Sünde liegt unser Untergang, in unserer Tugendunsere Kraft und Größe. Dies hast Du uns, Herrlicher, inden Schicksalen unserer Vorzeit tausendfach offenbaret.
50.
Falscher Gottesdienst.
Kol. 3, 16.
Komm / Geist der Andacht und der Ruh/Komm/ heil'ger Geist/ und weihe DuMich selbst;ur Gortvcrehrung!
Des RcrerS'cinsamcS Gebet/
Des Gottesdienstes Majcstüt,
Gibt himmlische Verklarung!
Komm/ Geist der Andacht und der Ruh/
In uns re Tempel führe DuDes frommen Sinnes Fülle!
Mach' unser Her; vom Jrrthum loS/
ES wcrd' uns Gottes Name groß/
Sein Wille unser Wille.
Mceressturme lernt der rohe Schiffer beten; beim erstenDonner der Schlachten der wilde Soldat auf die vergeltendeEwigkeit sehen; unter den zerschmetternden Blitzen des Himmelslernt der Gottesläugner glauben. — Die Teufel glauben auchund zittern, spricht die heilige Schrift.
Ist dies die ächte Gottesliebe und Gottesfurcht, welche wirals Nachfolger Jesu, als Gotteskinder empfinden sollen? Ist esdem allwissenden Gott, der alle Zukunften durchschaut, unbekannt,
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