Bürger zu versöhnen, und Alle für die heilige Sache des Vater-landes zu begeistern? Habe ich der Erste das Beispiel strengerSitteneinfalt gegeben, und die Tugend höher als Geld und Gutund Leben geliebt?
; ! Du, der Andere richtet, richte dich selbst. Und magst duendlich nicht vor dir selbst bestehen, o so scheue dich, dein Ver-dammungsurtheil über Andere auszusprechen, deren Verhältnissedir fremder sind, als die deinigen.
Ich will zurückkehren zur Weisheit Jesu, und durch Tugen-den, die ich in meinem mir von Gott gegebenen großem oderkleinern Wirkungskreise übe, zur Befestigung der öffentlichenOrdnung, der Ruhe, der Eintracht für Fürst und Gesetze, derAltes für das Vaterland aufopfernden Liebe beitragen. Dazuwill ich die Meinigen ermuntern, dazu die Kinder mit Ernsterziehen, die Gott mir anvertraute.
Das Gl.-te bleibt unzerstörbar; nur das Mangelhafte zerfällt.Dies lehren mich die Offenbarungen Gottes in den Schicksalender Völker. So will .auch ich nur für das Gute und Gerechteparteilos Mitwirken, wo ich kann. So darf ich hoffen, daßauch meine geringen Handlungen durch des Himmels segnendeFüaung ein Scherflein zum Wohl der Welt werden; so helfenauch meine schwachen Kräfte, die große Stadt Gottes auf Erdenzu gründen.
Ja, Vater der Menschheit, gnadenvoller, hoher Erbarmer!Du siehst unsere Sünden; aber selbst das Verderben, welchenaus ihnen über uns und unsere Kinder hinströmt, muß uns,nach Deiner Weisheit, zum Besten dienen. Erschrocken vor demUnheil der Lasier, welchen wir fröhnten, retten wir uns wieder' flüchtend in die Arme der Tugend; und aus dem Elende, welchesunsere Leidenschaften verursachten, zur Seligkeit, die aus denLehren Jesu Christi hcrvorgeht.
Du willst die Vollkommenheit des menschlichen Geschlechts,Eintracht u?.d Frieden, Glückseligkeit und Weisheit. Dahinzielen alle Deine großen Veranstaltungen in den Begebenheitender Bewohner des Erdballs. Ach, daß wir diese Deine Offen-barungen so oft verkennen; daß wir uns nicht als Glieder