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1 (1837) Andachtsbuch einer christlichen Familie
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49.

Offenbarung Gottes in den Schicksalen der

Völ ker.

Je s. 26, 4 7.

Rühmt, Völker, cuern Gott in hohen Liedern,

Denn er erhebt euch, er kann euch ernicdern;

Nach seinen heiligen Entwürfen fandenGering' oft Kraft, und Mächtige verschwanden.

Erhaben in dem Lebenslauf des Wurmes,

Ist er es im Gewühl des Völkersturmes.

Vor ihm verfliegt, wie Nichts, der Glanz der Kronen,

Vor ihm, wie Sta:-:b, die HecreSmacht der Thro>.icn.

Nur seine Plane sind's, die sich entfaltenIn dem, was wir für unsre Werke halten.

Umsonst der Menschen Murren und Verblendung:

Gott will, Gott führet Alles zur Vollendung!

Dreifach hat sich dem Geschlecht der Sterblichen der Vater desWeltalls offenbaret, und dies blinde Geschlecht wagt es, seineMacht und Gegenwart zu bezweifeln? Er offenbarte sich alsSchöpfer in den Wundern der uns umgebenden Natur; er offen-barte sich als Vater und Freund unserer Seelen durch Jesum,den ewigen Sohn; er offenbarte sich als ewige Vorsehung inden Schicksalen des Geringsten der Unsrigen und des gesammtenmenschlichen Geschlechts. Die Natur, die Bibel und die Geschichteder Welt sind die heiligen Urkunden, welche uns von seiner Größe,Liebe und Fürsorge zeugen.

Werfe ich einen Blick auf die Menschen, welche in mannig-faltigen Gesellschaften, mit verschiedenen Sprachen und äußer-lichen Gestalten die Oberfläche des Erdballs bewohnen: so werdeich ein wunderbares Gemisch von Einfalt und Verkünstelung,von Sittlichkeit und Verwilderung, von Reichthum und Armuthgewahr, überall aber das unwillkürliche Bemühen der Einen,die Andern zur Vollkommenheit emporzuheben.

Ich sehe in den allcrfrüheflen Zeiten, bald nach der Schöpfungdes Menschen, unbekannte Völker in den Nebeln einer fernenVorwelt umherwandcln. Sie hatten der Bedürfnisse wenige,und der Boden, welcher sie trug, gab ihnen Nahrung und Decke.