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1 (1837) Andachtsbuch einer christlichen Familie
Entstehung
Seite
444
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bringt unaussprechlich großes Unglück. Aber worin besteht dies?In einer Beraubung vieler Güter und Freuden, die jedem Ein-zelnen, auch ohne Krieg, durch mannigfache Unglücksfälle ent-rissen werden könnten. Nur daß die Schrecknisse des Krieges soplötzlich und so Viele zugleich treffen, macht uns schaudern.Wenn aber Tausende in einer Schlacht sterben: was ist es endlichmehr, als Tod? Tod, den Jeder auch ohne Schlacht endlichzu erfahren hat;^Tod, den Tausende, zerstreut auf dem Erd-boden , unter den Schmerzen langwieriger Krankheiten auf ihrenBetten sterben! Wenn Dörfer und Städte eingeäschert undTausende sonst froher Menschen in Armuth gestürzt werden, unddadurch vielen bisherigen Bequemlichkeiten des Lebens entsagen,mit schlechterer Speise und schlechter» Gewändern, als sonst,Sorlieb nehmen müssen, so sind sie höchst unglücklich und elend.Es leben aber Millionen auf Erden, welche auch ohne Kriegund Fcuersbrunst sich nicht köstlicher nähren und kleiden können,und dennoch ihres Lebens und Gottes froh sind. Wer darumverzweifeln will, daß er nicht mehr so viel hat, als sonst, derverdient seinen Schmerz. Denn ihm war sein Irdisches derHimmel, der es nicht sein sollte; es ward ihm dieser falscheHimmel gestört, daß er an Güter gedenke, die ewig unzerstörbarsind: Scelengröße durch Tugend, Gottesfurcht, Stärke desGemüths durch ein frohes Gewissen.

An diese Güter lasset uns denken; denn alles Andere, selbstder irdische Leib, welchen wir tragen, ist nicht unser bleibendesEigenthunr. Fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib tödten,sondern vor dem, was die Seele tödtet, dem entnervenden Laster,dem Unglauben!