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(2. Kor. 4, 8.) Es gehört mehr als menschlicher Muth dazu,und doch bin ich ja nur ein Mensch!
Es ist wahr, du bist nur ein Mensch; und menschlicherMuth reicht nicht hin, allen Ungewittern des Lebens mit heitererStirn cntgegenzutreten, und auch das Schrecklichste ohneVerzagtheit zu erwarten. Dazu bedarf es eines göttlichenMuthes; eines Muthes, der uns vrn Gott selbst kommt.—Und, Kleimnüthiger, warst du nicht schon in sehr bekümmertenLagen, in großen Nöthen, in Umständen, da du an allen frohenStunden der Zukunft verzweifeltest, und kam dir nicht Muthvon Gott? Stärkte nicht Er dich, Alles mit Standhaftigkeit zutragen, was dir vom Schicksal aufgebürdet wurde?
Der göttliche Muth, durch welchen Paulus mächtig ward,zu sagen: Uns ist bange, aber wir verzagen nicht! — diese hoheRuhe in Stürmen, die uns zu vernichten drohen, kommt unsdurch Jesum Christum, das heißt, durch den Glauben ansein Wort, durch die erhebende Kraft der Religion. Denn dasEvangelium ist eine Kraft Gottes, selig zu machen. (Rom. 1,16.)
Das iß das Menschliche in uns, daß wir vor den Gefahrenzittern, die uns bedrohen; das aber ist das Göttliche, daßwir darum nicht verzagen. Denn der Herr hat gesprochen:Fürchte dich nicht, denn ich bin bei dir, und meine Gnade währetdir ewiglich.
Darum ehre die Schicksale, welche dir in be-trübten Zeiten die Vorsehung sendet; ehre sie, auchwenn sie dir hart und ungerecht scheinen.
Ungerecht? — Ach, kann dies der beschränkte Geist desMenschen zum Regierer des Weltalls sagen, vor dein Jahr-tausende ein Augenblick, Welten nur Staubkörnchen, Könige undVölker machtlose Schatten sind? — Ungerecht! Wer kennt dochdie Zwecke Gottes, daß er seine Verfügungen beurtheilen darf,durch welche der Allerhöchste das allerhöchste Ziel erreichen will?Oft mag ja auch das unwissende, erfahrungslose Kind Manchesin seinem Herzen als unrecht verdammen, was die besser unter-richteten Aeltern thun. Aber hintennach, oft nach Wochen, oft«ach vielen Jahren erst, erkennt es die bessere Einsicht und die
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