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lieber die Achtung gegen unser eigenes Volk.
Spr. Sal. 14/ 34.
O wohl dem Lande/ wo der GeistDes Christenthums regieret;
Wo nichts mit falschem Schimmer gleißt/
Nu» Tugend triumphiret;
Wo nie die Bürgertreue flieht/
Wo Keiner sich der Pflicht entzieht/
Gemeinwohl zu befördern!
Da blühet uns zum andcrnmalEin Eden auf der Erde;
Da sind wir Brüder allzumal;
Zur Lust wird die Beschwerde.
Die Liebe knüpft mit heil'ger HandDas theure ErdenvaterlandAn s himmlische dort oben!
Es ist in einigen Ländern ein altes und allerdings löblichesHerkommen, zu gewissen Zeiten des Jahres ein allgemeinesDankfest dem Herrn zu feiern; oder einen allgemeinen Trauer-und Bußtag zu halten, an welchem das Volk an seine Sündenerinnert wird, und, reuevoll im Geiste vor dem Th-rone desVölkerrichters hingesunken, um Gnade und Vergebung fleht.Mag auch bei Vielen geschehen, daß der Tag der Reue und Bußenur zu einer elenden Zeremonie und todten Gewohnheitssacheniedersinkt: Vielen wird er doch auch ein neues Weckungsmittelder Tugend, indem er ein ganzes Volk mit höherm Ernste anden Richter seiner Sünden mahnt.
Es ist eine von den mancherlei irrigen und höchst nachtheiligenVorstellungen, in welche der Haufe der unwissenden Christenso leicht verfallt, daß nämlich Gott durch solchen allgemeinenTrauer- und Bußtag, durch die Gebete in allen Tempeln, durchdie damit verbundenen Feierlichkeiten ausgesöhnt werde mit denbegangenen Sünden des Volks; daß ein Tag öffentlicher Reuedie schweren Gerichte Gottes vom Lande abwende. — Wahrlich,es ist Zeit, daß alles Volk belehrt werde, nicht dadurch, daßwir in Trauerkleibern gehen nnd Bußrage feiern, könne Gottes
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