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Tod und Wunden behaupteten. Was ihr den Geringsten unterDeren Nachkommen thut, das habet ihr jenen Helden und Opfernselbst gethan!
Das war einst die Weise der Vorwelt nach ruhmvollen undglücklichen Kriegen. Dadurch ward in jeder Brust die Liebe desVaterlandes fortwährend entstammt; dadurch wurden Völkerfrei und groß, und dem Eroberer unantastbar. Aber mit derEntnervung, Schlaffheit und Selbstsucht, welche allmälig über-hand nahm, verschwand die Dankbarkeit. Der Neid und die'Verleumdung fochten jedes große Verdienst im Staate an, undschonten weder des Lebenden noch des Tobten. Man hatte denGlauben an die Tugend verloren, darum verlor sich die Tugendselbst und ward selten. Gleichgültigkeit gegen das Vaterlandjrat an die Stelle der alterchümlichen, heldenmüthigen LiebeDesselben; man hatte Söldnerheere, aber keine begeisterten Krie-ger. Man beurtheilte mit boshaftem Vorwitz die Maßregeln derFürsten und Obrigkeiten, aber verlernte den freudigen Gehorsam.Man sah Rangordnungen und Stände, aber keine Mitbürger-schaft. Es gab Parteigeist, aber keinen Gemeinsinv. Darumstürzten Reiche in Trümmer; darum wurden Völker zertreten.Erst die allgewaltige Noch gab den schlaffen Gemüthern wiederKraft, und das Elend lehrte tugendhaft und weife werden. —Wollen wir es bleiben?
Wie sich die volle Tugendhaftigkeit und der Edelsinn deseinzelnen Menschen am unzweideutigsten in seiner Dankbarkeitgegen Wohlchäter offenbart: so spricht sich auch die öffentlicheTugend eines Volkes am reinsten in den Gefühlen der Er-kenntlichkeit gegen seine Retter und Nachkömmlinge oder Ver-wandte aus.
Und mögen Dörfer, Städte, Provinzen, ganze StaatenDiesem zarten Pflichtgefühl fremd bleiben, bleibe du cs nur nicht.Du einzelner Bürger, in deinem Hause. Wer hindert dich, Christzu sein, und sänke eine Welt in Bärbarei zurück? Wer hindertdich, jenen Hochsinn in Werk und Wort zu äußern, zu welchemChristenthum und Vaterlandsliebe dich entflammen? Wer hindertdich, dankbar zu den Familien hinzueilen und ihnen Rath, Hilfe,