noch unter den Enkeln, und führen sie in die Bahn des wahrenRuhms.
Sie haben ihre Pflicht vollbracht! Durch ihre Selbst-aufopferung sind wir frei, und dürfen wieder Glauben zurErneuerung alter Glückseligkeiten, zu verjüngter Dauer eineslangen Friedens fassen. — Lasset uns auch unsere Pflichtenvollbringen, die wir leben, gegen die Edeln, die für unsere Ehre,für unfern Ruhm ihr Alles, Blut und Leben, zum Kaufgeldmachten. Nicht weinerliches Mitleidcn, nicht kalte Bewunderung,nicht künstliche Lobrednerei sind wir ihnen schuldig nein, Dank-barkeit in Wort und Werk. Gebet ihnen von euerm Ueberflusse,denn durch ihren Tod besitzet ihr euer Hab und Gut; gebet ihnenvon euern Freuden, denn ihr Heldenherz hat euch diese errungen.
Wie können wir den Tobten geben?
So fragt kein Herz, welches fähig ist, den großen Opfer-tod für das Vaterland zu würdigen: so fragt kein Herz, welchesedel genug empfindet, dankbar zu sein.
Ehret ihr Andenken! Lasset ihre Namen nicht inschimpflicher Vergessenheit untergehen! Bewahret sie in euernDörfern und Städten, zum Ruhm eurer Gemeinden, für derenspätere Bewohner. Sprechet jährlich an einem feierlichen Ge-dächtnißtage die theuerwerthen Namen vor euern Kindern undKindeskindern aus; rufet sie den spätem Jahrhunderten zu:Auch aus unserer Mitte starben Männer den Rettertod für dasVaterland ! Diese Namen retten vielleicht euere Enkel dermaleinstvom Sklaventhum, indem sic sie zu neuen Heldenwerken be-geistern.
Ehret ihr Andenken! Nicht mit tobten Worten, nichtmit Ehrensäulen und Inschriften. Das Wort verfliegt, derStein verwittert. — Aber blicket umher. Es leben die Wittwcn,Waisen und Geschwister der Tapfern, die für euch bluteten undstarben. Die Ehrenbezeugungen, welche ihr vergebens den Ver-storbenen zollen möchtet, bringet sie dem Blute, welches noch inden Adern Hrer Verwandten rollt. Gewähret diesen die Aus-zeichnungen, welche ihr den Vätern, Gatten und Brüdern der-selben schuldig seid, die euere und euerer Heimath Ehre unter