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1 (1837) Andachtsbuch einer christlichen Familie
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sten. Sie sind's, mit denen wir das allgemeine Glück oderUnglück tragen, wie mit Genossen einer Familie, mit denenwir vereint in Gottes Tempeln beten; an deren Seite wir einstim Grabe ruhen; mit deren Nachkommen einst unsere Kinderleben, und Schmerz und Freude theilen müssen.

Das Leiden des Vaterlandes ist auch unser Leiden. Eswird nur erträglich, wenn wir Alle daran tragen. Es kannnur geendet werden, wenn wir mit einem Herzen, einemMuthe, einem Entschlüsse dagegen ringen.

Das Vaterland fordert die Liebe seiner Kinder: wer wirdes verlassen? Sein Untergang ist unser eigener.

Welches sind die Forderungen unsers leidendenVaterlandes? Bereitwillig ist der Christ, sie zu erfüllen.

Vertrauen auf Gott! denn dieses Gefühl mußunfern Muth erst emporrichten, ehe er zu ächt-christlichen Unter-nehmungen fähig wird! Vertrauen auf Gott denn wir warenZeugen, wie Menscheumacht uns wenig half. Vertrauen aufGott denn er ist, nicht Sterbliche sind die Lenker desSchicksals. Ein Wink von ihm, und ein einziger Augenblickkann Alles wunderbar umgestalten; und Rettung kommt, woherwir sie nicht erwarten; und Fülle und Uebcrfluß kehrt zurück,da wir idr Elend zu versinken meinen.

Vertrauen auf die Obrigkeit des Landes. DasVaterland fordert es, der Regent ist nur stark durch den Willenund die Liebe seines Volkes. Entfernen wir daher aus unfernGemüthern, was Mißtrauen erregen kann. Erinnern wir unsbeständig daran, daß der Regierung noch mehr, als dem ein-zelnen Bürger daran gelegen ist, Wohlstand und Frieden undSicherheit zu gewinnen. Tadeln wir nicht mit blinder Voreilig-keit ihre Maßregeln, da wir weder ihre Absichten, noch ihreHilfsmittel genug kennen; bieten wir vielmehr unfern Arm,unser Vermögen zu ihrer Hilfe willig dar, so wird sie imStande sein, kräftig auszuführen, was sie weise beschlossen hat.Denn das vorlaute Tadeln der Obrigkeit und ihrer Maßregelntödtet unfern eigenen Muth, und lähmt die Stärke des Ganzen.Ein Kriegsheer ist ohne blinden Glauben und Gehorsam gegen

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