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1 (1837) Andachtsbuch einer christlichen Familie
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mußten von ihren Thronen stürzen! Dies war zu allen Zeitendas Schicksal verzärtelter, in sich selbst schwächlicher Nationen,die unter den entnervten Künsten sinnlichen Wohllebens mit derKraft und Begeisterung der Tugend die Liebe zum Vaterlandeverloren hatten. Da war kein gemeinsames Vaterland mehr, wonicht Alle mehr für Alle lebten, sondern sich Jeder in niedrigerSelbstsucht einzeln sah. Da waren die Bande scho-n aufgelöset,und die Haltungslose Masse stürzte beim ersten Sturme zer-stäubend von einander.

Die Noch ist die beste Lehrmeisterin des menschlichen Ge-schlechts, denn sie ist die ernsteste. Nicht der Schoos der Wollust,sondern die Gefahr erzeugt Helden. So müssen denn Kriegedie verlorene Spannkraft der Gemüther wieder Herstellen zuAllem, was groß und christlich genannt wird; die allgemeineVerarmung wird die entflohene Einfalt der Sitten zurückführen,in welcher allein Tugenden gedeihen, die der Welt Bewunderungsind. Es muß ein neues, ein besseres Geschlecht erstehen!

Am ersten aber von allen Tugenden des Christenchums wirddie hochherzige Liebe zum Vaterlande erwachen, die Quelle dererhabensten Gefühle und Thaten. Aber wen sollte auch nichtder Anblick des leidenden Vaterlandes erschüttern?

Von allen wunderlieblichen Gegenden des ErckRrlls, dieGottes Hand mit mannigfaltiger Pracht schmückte, ist uns dochdie Stadt, das Dorf, der kleine Erdwinkcl am theuerstcn, wouns zuerst das Licht des Tages entgegenlächelte, wo wir alsKinder in harmloser Unschuld die ersten Freuden, die erstenSchmerzen fühlten, wo wir die ersten Träume einer goldenenZukunft dichteten. Hier ist der Boden, der uns die erstenBlumen trug, und unsere ersten Thränen empfing. Hier ist dieWohnung unserer Freunde, hier das Grab unserer Aeltern,Brüder, Schwestern und Geliebten. Hier ist die Stelle, welcheeinst auch unsere Asche beherbergen soll. Dies ist das Land, dessenGesetze unser Eigenthum und Leben schirmten, das Land, fürdessen Wohlfahrt auch wir nach unfern Kräften sorgsam'mit-wirkten. Ob uns die Fremde lode oder schelte: im Kreise unsererMitbürger ist jedes Los das süßeste, jeder Tadel am schmerzlich-