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1 (1837) Andachtsbuch einer christlichen Familie
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sinnige Beamten sich ungerechte Vertheilung der Lasten odereigenmächtige Quälereien erlauben, mit ehrerbietiaen Vorstel-lungen die Noth dem Landesherrn oder den dazu verordntenhöchsten Behörden zu klagen. Es ist kein Fürst, der das Glückseines Volkes nicht will: denn im Glück des Volkes besteht dasGlück des fürstlichen Herzens; in der Zuneigung des Volkes dieFestigkeit des Thrones; im Wohlstand des Volkes der Reichthumund die ganze Macht des Landesherrn.

Schweigend, o Gott, will auch ich meine Pflichten gegendiejenigen üben, welche Du mir als weltliche Obrigkeiten an-geordnet hast; ohne Murren will auch ich die Abgaben von denFrüchten meines Fleißes und Eigenthums zinsen, die von mirzum Wohlergehen des Landes gefordert werden, in welchem ichso viele Freuden, so viel Sicherheit genieße; wo ich Gelegenheitfinde, mir die Bedürfnisse meines Lebens zu verschaffen, und indessen Boden vielleicht bald meine Asche ruhen soll.

Mag es mich auch oft schwer dünken, das wenige Erspartehinweg zu geben, welches ich wohl nothwendig für mich und dielieben Meinigen gebrauchen sollte: ich will es ohne Murren alsein frommes Scherflein für die Wohlfahrt des Ganzen hin-reichen ohne Segen bleibt es nicht. Ich will dafür mein Haus-wesen mit strengerer Sparsamkeit einrichten; will mir manchenkleinen Genuß versagen, der mir sonst wohlgethan hat: sowerde ich ehrenvoll bestehen. War Dein Sohn Jesus Christusnicht armer auf Erden , als ich? Und war er es nicht, der unszuricf: so wir Nahrung und Kleider haben, so lasset unSgenügen? Wer nicht reich ist durch das eigene Herz, o derist arm in Marmorpalästcn neben Tonnen Goldes!