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im Volke und beleben den gemeinsamen Verkehr. Einer ist fürden Andern vorhanden; es dient der Einzelne für das Ganze,auf daß das Ganze ihm ersprießlich werde.
Wenn ich so Ursachen, Zweck und Nothwendigkeit derSteuern und Abgaben aller Art überlege, die ich als Bürgerdes Landes zu leisten gehalten bin, erkenne ich darin eine weiseOrdnung der Dinge, die von Gott stammt. Und der Zuruf derheiligen Schrift wird mir noch ehrwürdiger: „So seid nun ausNoch unterthan; nicht allein um der Strafe willen, sondernauch um des Gewissens willen."
So geziemt es dem christlichen Bürger, die angeordnetenAbgaben mit Gewissenhaftigkeit zu leisten, auch wennsie lästig wären. Mit Gewissenhaftigkeit, auch wenn er wohlGelegenheit fände, sich ihnen durch allerlei Ränke und Vorwändezu entziehen, oder die Aufmerksamkeit derjenigen Personenzu täuschen, die von der Obrigkeit angcstcllt sind, ihn zuseinen Pflichten anzuhalten. Denn wer die Obrigkeit umdasjenige betrügt, was sie zum Wohl des Landes begehrenmuß, ist ein Verbrecher gegen das Gesetz, ein Räuber an denrechtschaffener» Mitbürgern, die ihre Schuldigkeit thun; dennum so viel er weniger gibt, um so weniger ist zur Bestreitungder Landesbedürfnisse vorhanden, und um so viel mehr mußwieder in neuen und oft noch drückendern Auflagen aus-geschrieben werden.
Es geziemt dem christlichen Hausvater und Bürger, dieAbgaben zu rechter Zeit zu entrichten, damit die Landes-obrigkeit im Stande sei, ihrerseits zur rechten Zeit die nöthigeKraft zum Besten des gesammten Volkes zu beweisen.
Es geziemt dem christlichen Hausvater und Bürger, waser zu leisten schuldig ist, ohne Murren und Schmälen zuleisten. Denn wie es an sich schon thöricht ist, gegen das Un-vermeidliche zu murren, weil es nichts bessert und ändert, soist es noch unbesonnener, sich dagegen aufzulchnen, weil jedesböse Beispiel schädliche Folgen haben kann. Würdiger ist eseinem weisen Manne, wenn mehr gefordert wird, als seineKräfte z>.i erfüllen vermögen, oder wenn gewissenlose, leicht-