Druckschrift 
1 (1837) Andachtsbuch einer christlichen Familie
Entstehung
Seite
382
Einzelbild herunterladen
 

Ausnahme und Bedingung weihe ich jedem Sterblichen, welchesGlaubens er auch sei, wenn sein Glaube nur an Dir hängt,o unendlicher Vater aller Geister, höchstes Wesen, Urquell deSLichts und der Gnade, Gott! Dir gehören wir Alle, und jedesDeiner Kinder erhörst Du, wenn es mit kindlichem Gemüth zuDir fleht. Auf Erden stehen wir mit mannigfaltigem Glauben,mit mannigfaltigen Hoffnungen, wie mündige und unmündigeKinder um den gleichen Vater versammelt. Ach, könnte dasLallen des Schwächcrn Deiner Liebe weniger Wohlgefallen, alsdas Gebet des Stärkern?

Nein, Keiner Aller, die da leben,

Nein, Keiner üehct fern von Dir.

Zn Dir, Du Vater Aller, webenUnd sind wir All' und athmcn wir.

Wir sind aus Dir, durch Dich, und DuRufst: sucht mich! allen Herzen zu.

41.

Pflichten gegen die fremden Religions-genossen.

Lukas to, 36 37.

Du, Gott, bist Aller Vater, Aller!

Dein Kind ist jeder Erdenwallcr,

Wcß Volks und Glaubens er auch sei.

So lieb' ich, mag nach andern LehrenEr Dich, o Vater, gleich verehren,

^ Auch Jeglichen mit Brudcrtrcu.

Auf Alle blickst du segnend nieder,

Sic sind auch Alle meine Brüder,

Wie Jesus Aller Bruder war!

Von mannigfaltigen AltärenIn tausend Sprachen Dich zu ehren,

Erfreuet Deiner Kinder Schaar.

d^och einmal wende ich meinen Blick auf die Genossen fremderReligionen, auf diesen Gegenstand, welcher in den Tagen sowichtig geworden ist, in denen wir leben. Denn Gott hat durcheine wunderbare Reihe von Schicksalen und Erfahrungen das