in meinen Bedürfnissen einschränken; ich will mir das Entbehr-liche versagen; und mag ich Andern arm scheinen, wenn ichdann nur gegen Hilfsbedürftige oder zur Ehre meines Vater-landes reich handeln kann. Ich will nicht mit äußererPracht zu glänzen suchen, sondern mit einem Sinn, der Ln derEwigkeit Werth behält. Ich will für meinen Leichnam keinekostbaren Gewänder fordern, so lange unter meinen Mitbürgernnoch Elende sind, denen Lumpen fehlen, ihre Blöße zu decken.Ich will keine Leckerbissen, so lange noch Hungrige im Lande sichund ihren Kindern kein Brod geben können. Ich will keineKleinodien, keine Perlen, so lange noch Thränen des Dankesund der Freude durch Wohlthaten zu ärnten sind. Ich willtheuren Lustbarkeiten und kostspieligen Vergnügungen entsagen,so lange noch das Vaterland verachtet und rühmlos dalicgt.
Gott, o Gott! Nur Muth, nur Muth gib mir, daß ich'svollbringe! — Wenn mich auch Menschen verkennen werden,Gott, du Erforscher der Seelen , Du verkennest mich ja nicht.Ich will, ich muß! Ich fühle es, ich soll es Dir, o Gott!Ich soll cs dir! o mein Vaterland!