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1 (1837) Andachtsbuch einer christlichen Familie
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gang müsse das schändliche Unternehmen heiligen. Dann gilt vordem Fordern und Gebieten der Selbstsucht kein Menschenrecht,kein Völkerrecht, kein Vertrag, keine Billigkeit.

So ist es gekommen! So erfüllt sich das Wort des Herrn,welches jeder tugcndlosen, durch Ueppigkeit und Selbstsucht ent-kräfteten Nation durch Iesaias zugerufen ward:Dein Pöbelwird durch das Schwert fallen, und deine Krieger im Streit»Und ihre Thore werden trauern und klagen, und sie wird jämmer-lich sitzen auf Erden." (Jes. 3, 25. 26.)

Aus der Verderbtheit des menschlichen Gemüths quillt allesUebel der Welt; aus dem Ucbcl aber entspringt wieder dasGute. Sittenlosigkeit und Selbstsucht erzeugen den Untergangder Völker und den vernichtenden Krieg; der Krieg aber führtzur Strenge und Einfalt der Sitten, die Noch wieder zur Bürger-tugend und zum Christusstnn zurück.

Ach, daß mein Wort wie die Stimme eines Engels an dasHerz der Völker dringen könnte, daß es die Millionen leidenderMitmenschen hören möchten! Richtet das zerstörte Heiligthumwieder auf: zündet die erloschene Menschen- und Vaterlands-liebe wieder an; ehret die Tugend wieder durch Gedanken undThaten; führt die Einfalt der Sitten wieder in eure Städte undDörfer zurück; barmherzig ist Gott, und das Elend der Weltwird verschwinden!

Aber schwach ist des Sterblichen Wort, und eines EngelsStimme würde das unbeugsame Gemüth des Menschen nichtanders lenken. Darum walte Gott. Die Macht unwiderstehlicher,eherner Schicksale allein treibt das widersvenstige Geschlecht indie heiligen Ordnungen der Natur, Wahrheit und Tugendzurück. Es steht erst Ströme Blutes, zerstörte Städte, zerrisseneVölker, zerschlagene Thronen, ehe cs von den Träumen seinesWahnsinns erwacht; es sicht erst Flammen drohen über Palastund Hütte, ehe es vom Rausch der Selbstsucht zum nüchternenGcmeinstnn übergeht. Es walte Gott. Was er nur thut,ist wohlgethan.

Aber die schrecklichen Zeichen der Zeit, das Seufzen desVaterlandes, die Leiden der Nationen erinnern den Christen,

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