ihn nicht in deinem Glauben, in deinem Thun: auch er verläßtdich nicht. Und ist Gott mit uns, wer will wider uns sein?
Fasse Muth; ohne Muth gebricht dir auch die nöthigeVorsicht des Weisen, und dessen ruhige Ueberlegung und Be-sonnenheit, was zur Verminderung manches Uebels zu thun sei.Darum enthalte dich der unnützen Klagen über böse Zeiten.Solche Klagen machen dich kleinmüthig, und schlagen auch denMuth Anderer' nieder. , Vielmehr ermuntere dich, ermuntereAndere durch dein Wort und Beispiel zur rühmlichen Stand-haftigkeit; zeige in den betrübtesten Umständen deine Seelen-größe: so erhebst du auch Andere, die kleinmüthig sind und ver-zweifeln möchten. Es gibt unterm Himmel kein Uebel, welchesnicht durch die Stärke eines tugendhaften Gemüths überwundenwerden könnte.
Fasse Muth! Vergiß nicht, daß es Gott selbst ist, derdie Verhängnisse dieser Zeit von Ewigkeit her angeordnet hat;vergiß nicht, daß er noch der Herr ist, dem alle Welt gehorcht,und der die Herzen der Könige lenkt; vergiß nicht, daß auchdie Uebel dieser Zeit in dem weisen Plan seiner Weltregierungeingeschloffen liegen, und daß — o, sein heiliges treues Wortbat es uns verkündigt — daß alle Dinge denen zum Besten dienen,die ihn lieben.
Wer mit solchem Sinn den Stürmen der Zeit begegnet,und mit solchem Muth in die Gewitter des Lebens hinaustritt:der steht in Gottes Hand; der wandelt an der Hand desAllmächtigen; dem kann es nicht fehlen. Er übersieht unverzagtseine schlimmen Verhältnisse, und berechnet mit Ruhe, wie eraus seinen Drangsalen hervorgehen könne. Nur er kann, alsein Weiser, vorsichtig handeln.
Mühsam wird es dir, durch Sorge und Arbeit dein täglichesBrod zu gewinnen, daß du mit den Deinigen anständig lebenkönnest. Wohlan, begegne dem Uebel der Zeit mit der Vorsichtdes Weisen. Lerne entbehren, und du bist reich; lerne mitWenigem genügsam sein, so wirst du Ueberfluß wahrnehmen;lerne sparsam Haushalten mit dem, was du erworben, und eswird für dich und die Deinigen nie ein drückender Mangel ein-