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und treue Redlichkeit zuwege gebracht. Halte deine Kinder einfach.Härte sie früh durch nützliche Arbeiten ab, ohne deswegen dieAusbildung ihres Verstandes durch Erlernung nützlicher Kennt-nisse zu versäumen. Denn der Unwissende bringt cs in keinerKunst weit. Gib deinen Kindern kein bequemeres und behag-licheres Leben bei dir im Haufe, als sie dereinst selbst im Standesein werden, sich durch Mühe und Arbeit zu verschaffen. WohlAlle, die es in deinem Stand jemals zum meisten Vermögenund Ansehen gebracht haben, lebten in früher Jugend dürftig,mußten sich unter großer Noch emporarbeiten, und stärkten ebendamit ihre Kraft zum Mühsamsten und Schwersten.
Die Grundlage aber zu Allem ist Gottesfurcht. Ohne from-men Sinn, der in der Noth auf den Vater im Himmel hofft, imWohlstand den Segen des Ewigen erkennt, ist alle Mühe undArbeit eitel. Wo man noch den Handwcrksmann in der Wochevon der Frühe bis zum Abend in der Werkstatt, am Sonntag in derKirä-e sieht, im Wirthshause und Tanzfaale selten; wo noch Ehr-lichkeit über Klugheit geht: da wird man wenig von Armuthwissen, und von keinen davongelaufenen Betrügern hören.
Bete und arbeite! — Wo Gottesfurcht fehlt, kehrt dieMcnfchenfurcht ein. Da ist aller Fleiß ohne Lohn, und alleGeschicklichkeit ohne Vortheil. Was die Hand erwirbt, verzehrtdas Laster. — Die Halbwisserei, die falsche Aufklärung, dasGelehrtthun der Handwerker endet gewöhnlich im Schuldthurmoder auf der Landstraße am Bettelstab. Christum lieb haben istbesser denn alles Wissen, Gottesfurcht aller Weisheit Anfangund Krone; sie bewahrt uns in Mäßigung, Treue und Redlich-keit; sie führt uns wohlwollend zu allen unfern unglücklichenBrüdern, ihnen nach Kräften beizustehen; sie gibt uns bei saurerMühe Kraft und Muth, im Leiden ein freudiges Herz, imSterben eine selige und gewisse Hoffnung zum ewigen Erbarmer.O, was ist aller Reichthum der Welt, alles Ansehen vor denMenschen gegen diese Hoffnung! Auch mir, auch mir, meinGott und Herr, verleihe sie durch Jesum Christum, Deinengeliebten Sohn! Amen.