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durch Fleiß, Ehrlichkeit und große Geschicklichkeit in Benutzungder Mittel und Zeiten Leute zu großem Vermögen, zu Ehrenund Ansehen aufsteigen, die vielleicht von einem Thron herabauch Millionen Menschen wohl regiert haben würden. Aber immerbleiben sie, auch im Rcichthum und in der Fülle des Ansehens,was sie vorher waren, treu ihrem Berufe, verständig, gottes-fürchtig und einfältig in ihren Sitten. Wer nicht einmal im Standeist, durch seine Geistesgaben, mit denen er prangen möchte, seinkleines Gewerbe auf den Gipfel der Vollkommenheit zu erheben:wie wird der im Stande sein, in schweren Stellen, von denen ernur die schimmernde Außenseite kennt, etwas Vollkommenereszu leisten? Es ist nicht die Geschicklichkeit und das Uebermaßseltener Kraft, was die Thoren anreizt, über ihren Standhinaus zu schreiten, sondern der Hochmuth. Sie enden gewöhn-lich damit, Spott zu ärnten, statt des Lobes, und das Sprich-wort zu erwahren: Hochmuth kommt vor dem Fall.
Alle trösten sich ihres Handwerks, spricht der weise JesusSirach (38, 35—39) in der heiligen Schrift, und ein Jeglicherfleißigt sich, daß er seine Arbeit könne. Man kann zwar ihrerin der Stadt nicht entbehren, aber man kann sie nirgends hin-schicken ; sie können der Acmter auch nicht warten, noch in derGemeinde regieren. Sie können den Verstand nicht haben, dieSchrift zu lehren, noch das Recht und Gerechtigkeit zu predigen.Sie können die Sprüche nicht lesen, sondern müssen der zeitlichenNahrung warten; und denken nicht weiter, denn was sie mitihrer Arbeit gewinnen mögen.
Es ist leider vieler Orten in unserm Vaterlande die Unver-ständigkeit der Handwerker an die Stelle der Verständigkeit ihrerVäter getreten. Sie schämen sich ihres Berufes, und möchtenetwas Vornehmeres werden; sie klagen über Mangel des Ver«Liensies, und glauben, vor Zeiten wäre durch ihr Gewerbe nichrzu gewinnen gewesen. Wer hört in dieser Sprache nicht dieStimme des hoffärtigen Wesens und der unzufriedenen Hab«sucht?— Und in unfern Zeiten ist der Handwerker mit seinerGeschicklichkeit so unentbehrlich, wie vor Zeiten; aber dieJAtenhaben sich ganz ausschließlich ihrer Kunst gewidmet' ^ wollten