eines Augenblicks, um die Noch weniger Augenblicke zu mildern.Aber das Almosen, welches du einer armen verwilderten Seelereichst, ist eine königliche lebenslängliche Gabe, eine Saat fürewiges Aernten. Gehe hin, wo deine Bekanntschaften es direrlauben, auf die Vorsteher, Obrigkeiten und Lehrer zu wirken,daß sie sich der ländlichen Kinderzucht erbarmen. Hast du Ver-mögen, vereinige deine Gabe mit den Gaben Anderer, deinenRath mit der Einsicht Anderer, um wenigstens in einer einzigenGemeinde bessere Sitten, Hellern Verstand, frömmern Sinn zubefördern. O, wer dessen sich rühmen darf, es gekonnt zuhaben, der Retter mancher ohne ihn verloren gewesenen Seelezu sein, der hat auf Erden nicht vergebens gelebt!
äl.
Der Handwerker und Künstler.
Sirach 2 », 35—3s.
Die ihr geübt in Künsten seid,
Für Nothdurft und BequemlichkeitDes ErdcnlcbenS sorgt und schafft,
Gott segne euch, Gott eure Kraft!
Ein goldner Stand ist Handwerksstand.
Sein freuet sich das ganze Land:
Von Armuth fern, vom Ueberfluß,
Wohnt in der Arbeit sein Genuß.
Und Fleiß füllt seine Hand mit Gut,
Und füllt sein Herz mit frohem Muth;
Stark wird er in der Sorgen Druck,
Und Ehrlichkeit sein schönster Schmuck.
Der König und der Handwerksmann,
Gott sieht nicht Rang und Namen an;
Zn jedem Stand der edle Sinn,
Der gilt vor Gott, der ist Gewinn.
sobald sich auf Erden die Menschen nach ihrer Verbannungaus Eden auszubreiten anfingen, empfanden sie die vorher un-bekannten Bedürfnisse des Lebens. Das war der Wille desSchöpfers. Allen andern Geschöpfen hatte er dunkele, unwider-stehliche Triebe gegeben, die ihnen heilsame Nahrung zu finden;ihren Leib mit Federn und Fellen bekleidet gegen den Wechsel