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1 (1837) Andachtsbuch einer christlichen Familie
Entstehung
Seite
286
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körperlichen Gewohnheit. Mit ihrer allzuungeübten Denkkraft sindsie nicht fähig, den Lehrvortrag ihres Pfarrers zu verfolgen undganz zu verstehen. Oft ist der, welcher ihr Seelsorger sein soll,mehr um seine Einkünfte und Bequemlichkeiten, als um die Ver-edlung der ihm anvertrauten Seelen besorgt. Sie verharrenin ihrer Blindheit, und glauben Gott hinlänglich durch her-gesagte Gebete und Genuß der Sakramente befriedigt zu haben.Das ist Alles, was sie für ihre Seele thun. Die leiblichenBedürfnisse zu stillen, brauchen sie den ganzen Aufwand ihresübrigen Lebens. Sie arbeiten vom Morgen bis zur Nacht, undAndern in Glücksumständen gleichzukommen oder sie zu über-treffen, ist ihr äußerstes Ziel. Sie überlassen sich den Eingebungenihrer thierischen Triebe, so weit es die bürgerlichen Gesetzeoder die Verhältnisse ihrer Gesundheit und ihres Vermögensihnen gestatten. Sie sterben endlich dahin, und sie haben nurgelebt und gearbeitet, um gelebt und gearbeitet zu haben. IhrGeist, zur Ewigkeit berufen, ist am Ende der Laufbahn armund unmündig, wie er arm und unmündig kam. Er kannte dieTugend Jesu nicht, und tröstete sich einer bessern Zukunft, ohneihrer werth geworden zu sein.

Mit Trauern wende ich mich von diesem Bilde hinweg. Owie viel bleibt guten und weisen Menschen noch zu thun, umGlückseligkeit, die wahrhafte, um sich her zu verbreiten! Wiekann ich doch oft in Verlegenheit sein und fragen: wo wäre^daß ich Gutes stiften könnte? Siehe jene Verwahrloseten, hilfihnen, hilf wenigstens Einzelnen zu besserer Erziehung und Ein-sicht. Wodurch unterscheiden sie sich denn von dm Heiden, dieda Bilder anbeten, die Gebote Gottes nicht kennen, und fürnichts als Nahrung und Kleider syrgen, und fleischliche Lüstebefriedigen? Siehe hier ist noch das Christenthum zu verbreiten,hier noch das Reich Gottes zu befördern! Gehe in die Hüttedes Landmanns, in die Kammer der Dürftigen, wie JesusMessias that, und hilf einen: rohen Menschen menschlicherwerden, und das Licht der bessern Erkenntniß in seiner Finstcrnißanzünden! Daß du einem Nackten Kleider, einem HungrigenBrod reichst, ist schön, und doch ist es nur das leichte Wrk