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wollen; der Unwissende und Rohe wird vom Elend hingetriebcn,wohin er soll. Nur der Verständige wird sich grober Aus-schweifungen schämen, und die Folgen des Schändlichen ein-sehen und meiden; der Unverständige ist die Beute thierischcrAnreizungen. Nur der vernünftige Landmann hört auf, andereStände zu beneiden und wider gemeinnützige Verordnungen undGesetze des Landes zu murren, wider welche der alberne Eigen-nutz des Unvernünftigen lärmt. Nur der, dessen Geisteskraftgestärkt ward, indem nian sie von den Fesseln altüblicher Vor-urthcile befreite, wird auch über seine zartern Verpflichtungenrichtiger urtheilen, für die der verwilderte, rohe Mensch ohneSinn einhergeht; wird fähiger sein, die Verbesserungen seinesländlichen Gewerbes und häuslicher Einrichtungen z« betreiben,während der Unwissende blindlings erlernten Gewohnheitenfolgt; wird in Ordnung und Reinlichkeit seiner Wirtschaft diewahren Stützen des Wohlstandes und körperlicher Gesundheiterkennen, während der Verwahrlosete in Verwirrung, Plan-losigkeit und Unflath von einem Tag in den andern hinein lebt,gleich dem Thiere.
Wollet ihr Christen um euch sehen, so machet sie auch fähig,Christum zu begreifen und seine Lehre zu verstehen. Aber welchein trauriger Anblick ist das Leben von einem großen Theile desLandvolks! — Dieser Unglücklichen sind viele, welche von Gott,von Jesu Christo, von ihrer Bestimmung, von der Ewigkeit,von ihren Pflichten auf Erden die verworrensten Vorstellungenhaben. Da erwachsen sie unter der Zucht unwissender Aeltern,sehen deren rohe Beispiele, saugen deren armselige Begriffe undabergläubige Meinungen ein. Wenige Jahre gehen sie in eineSchule, wo der Lehrer, ohne Fähigkeit in seinem Beruf, denUnterricht aus Mangel bessern Erwerbes, um einen geringenSold, ohne Aufsicht und Neigung treibt. Höchstens bringendie Schüler eine mäßige Fertigkeit im Schreiben und Lesen mitsich aus den Schuljahren, in denen sie alle Unarten und Roh-heiten einer verwilderten Kindheit lernten und wieder lehrten.Man treibt sie zur Kirche von den ersten Kinderzeiten an undmacht ihnen den Besuch des Gotteshauses zu einer herzlosen