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1 (1837) Andachtsbuch einer christlichen Familie
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seinem Gemüthe mit. Er weiß wenig von der selbst erschaffenenNoch der Stadtleute; wenig von den glänzenden Kleinigkeiten,welche allerlei Leidenschaften und Sorgen herbeirufen; wenigvon den armseligen Empfindungen des Ehrgeizes, die so vielZwist und Neid erwecken, wenig von dem steifen Zwang äußererHöflichkeiten; wenig von den erkünstelten Zerstreuungen, dieoft das Edlere selbst des Menschen tobten; wenig von denSchmerzen verfeinerter Laster und geschminkter Schändlich-keitn. Er ist einfacher, wahrer, wie die Natur einfach und wahrist, die ihn umgibt. Sie selbst ist seine Lehrerin. Er hält amWesentlichen fest und will nicht den Schein. Einfach sind seineBeschäftigungen. Sie sind beträchtlich genug, ihn vor den Ver-irrungen reicher Müßiggänger zu beschützen; die Anstrengung,welche sie von seinen Kräften fordern, ist die beste Pflege einerunverdorbenen Gesundheit.

So lange in den ersten Zeiten der Welt die Menschen Vieh-zucht und Ackerbau ihr Hauptgeschäft sein ließen, waren sie ein-facher, wahrer und gleichsam Gott verwandter. Mit Erbauungder Städte und mit Erfindung künstlicher Bedürfnisse wurdendie Menschen selbst unnatürlicher und künstlicher. Die edeln ein-fachen Sitten, und die ächte Lebensweisheit der patriarchalischenVorzeit gingen verloren. Man hatte statt der Weisheit nurGelehrsamkeit; statt der Wunder des Himmels und der Erdenur Bücher; statt der gesunden Vernunft lieber Spiele derEinbildungskraft. Nebendinge wurden zur Hauptsache desLebens, und das Wichtigste und Heiligste ward kalte Uebung,oder Gegenstand des Spottes und Zweifels. Daher ist nichtselten gesehen worden, daß die Großen ihre Paläste und Königeihre Thronen verließen, um dem Getriebe der Ränke, der Ehr-sucht, der Wollust, ver Schadenfreude zu entfliehen, und inder Einsamkeit und Einfalt des ländlichen Lebens sich selber undihre verlorne Ruhe wieder zu finden. Denn man ist nur ganzMensch, wenn man wahr und natürlich sein kann; nicht lobenmuß, wo man tadeln sollte; nicht fröhlich sein muß, wo mantrauern möchte; wo man für den äußerlichen Schein nicht dasWesentliche aufopfern muß, für das Kleid nicht die Gesundheit,