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1 (1837) Andachtsbuch einer christlichen Familie
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ZO.

Der L a n d m a n n.

Spr. Sal. 2, 27.

Heil/ Sandmann/ dir! Dein edler StandIst der Natur so nah verwandt;

Fern von dem städtischen GewühlUnd wilder Leidenschaften Spiel- Lobsingc Gott!

Dir nah ist Gott in Lust und Leid/

Zn seiner Werke Herrlichkeit;

Des Himmels milder Segen thautAuf daS/ was deine Mühe baut.

Lobstnge Gott!

Der Mensch sei niedrig oder groß/

Mühseligkeit ist Aller L00S:

Nicht Gold gibr Glück / nicht Rang und Pracht;Man ist/ wozu das Herz uns macht.

Lobstnge Gott!

Lobstnge Gott/ und freue dich;

Denk' in der Hütte königlich.

Genügsamkeit macht frei und reich/

Die Tugend dich den Ersten gleich!

Lobstnge Gott!

(§chon eine alte Klage ist es, daß wenige Menschen recht mitdem Stande zufrieden sind, welchen ihnen Gottes Vorsehung an-gewiesen hat. Man will etwas Anderes, weil man das Anderefür besser hält, als was uns zu Theil geworden ist. Der Soldatin den Mühseligkeiten und Gefahren seines Berufes beneidet denKaufmann und Handwerker, die ihr ruhiges Gewerbe treibenkönnen. Kaufmann und Handwerker preisen das Loos der vor-nehmern Stände, die, ohne Nahrungssorgen, ohne Furcht vorVerlust und Betrug im Handel, nur zu leben scheinen, um inUeberfluß und Bequemlichkeit sich gute Tage zu machen, Andernzu befehlen und Ehrenstcllen zu empfangen. Der Vornehme-der hohe Beamte, ja Fürsten selbst seufzen unter dem Druck ihrerVerhältnisse; sie retten sich nie ganz aus den Verlegenheiten,worein sie bald durch Feindschaften, bald durch Untreue ihrerDiener, bald durch andere Umstände gcrathen, von denen die