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1 (1837) Andachtsbuch einer christlichen Familie
Entstehung
Seite
276
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und nicht die Würde, die dir anvcrtraut ward, für die Unschuld

zu Gott und zur Gemeinde der Christen zu reden!-So

ist das Heiligste in dir zum Scherz entartet; so Haft du falschesZeugniß abgelegt im Tempel des Allerhöchsten ; so hast du denSäugling schon in der Wiege betrogen, und die Erwartungenfrommer Aeltern hintergangen. Was ist der Taufzeuge?Der Stellvertreter der Unschuld, der Wortführer des Säuglingswar er in dem mit dem dreieinigen Gott errichteten Bunde!Der Bürge ist er für das Herz des Getauften geworden, daß er-es nicht versäumen, daß er die Sorge tragen wolle, statt derAeltern, einst den jungen Christen mit den Wahrheiten desChristenthums zu beseligen. Der Taufzeuge, Verden Säugling imTempel zur Taufe hielt, soll gleichsam der Schutzgeist für dessenUnschuld werden. Er soll ihn im Leben beobachten, daß er jenemheiligen Bündnisse nicht abwendig werde; soll darüber wachen,daß er in der Religion Jesu gründlichen Unterricht empfange;soll, wenn einst die Aeltern des Kindes ruhen im Grabe, sichdes Getauften erbarmen an der Aeltern Statt, und nichts ver-säumen, es zu einem gottesfürchtigen, frommen, wohlthätigenLebenswandel zu ermuntern und anzuhalten; soll einst der Waisesich erbarmen, wenn sie einsam in der Welt und ohne Zufluchtsteht, und ihr dann die Liebe des entschlummerten Vaters, dieZärtlichkeit der zu früh ins Grab gesunkenen Mutter ersetzen.

Der getaufte Säugling kehrt aus dem Tempel zurück, undsehnsuchtvoll begrüßen ihn die Aeltern mit dem neuen Namen,welchen er in der Taufe empfing. Nicht die Taufzeugen alleinbleiben dem jungen Christen ein Mittel, sich des Tages zuerinnern, da er Gott gewidmet wurde; nein, so oft sein Nameertönt, eben so oft wird seine Taufe, sein Bund mit Jesu genannt!

Es ist also nichts so gering, das in uns nicht höhere Er-weckungen befördern sollte. Selbst der schmeichelnde Laut, mitSem uns die Mutterstimme anruft, mit dem uns der Mundliebender Freunde und Freundinnen begegnet, der Name,welchen wirtragen, und durch nichts entehren zu lassen gesonnensind, dieser ermahnt uns an die erste Feierstunde unsers Daseins,an die Taufe! Der Name ist die Erbschaft derselben, welche