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daß er auch seiner Denkart nach ein neuer Mensch gewor-den sei.
Fast mit dem gleichen Zweck, aber unter unendlich schönemBeziehungen, wurde die Taufhandlung in daS Christenthumübergetragen. Auch in unserer Religion wurde sie die erste äußer-liche Weihe, die der Sterbliche bei der Aufnahme in der Nach-folgerschaft Jesu empfing. — Gehet hin, rief Christus in denStunden seiner Verherrlichung den Aposteln zu: gehet hin undlehret alle Völker, und taufet sie im Namen Gottes des Vaters,des Sohnes und des heiligen Geistes, und lehret sie haltenAlles, was ich euch befohlen habe.
Nicht also die bloße äußerliche Waschung, nicht die bloßeBesprengung mit Wasser, macht schon den Eingeweihten zumwahren Christen; dies nur ist das äußerliche Zeichen derAufnahme: sondern das fromme Leben in der Lehre Jesumacht endlich den Eingeweihten zum ächten NachfolgerChristi. Und lehret sie halten, was ich euch befohlenhabe! sprach der Weltheiland.
Von dieser Zeit an blieb die Taufe immerdar eine der erstenHandlungen der christlichen Kirche. Könige stiegen von ihrenThronen, um dies Bad der Wiedergeburt, dies Zeichen derErneuerung des inner» Menschen, zu empfangen. GanzeN.ttionen traten in die Ströme, um von geweihten Händen dieChristenweihe zu erhalten. Da ward Jesu Verheißung erfüllt:„ Und siche, ich bin bei euch alle Tage, bis an der Welt Ende."Jesu Geist beseelte die Völker und die Fürsten, und der Glaubean ihn, an seine Offenbarungen, an seine Lehren, verbreitetesich über die entferntesten Länder des Erdballs.
In den ersten Jahrhunderten der christlichen Kirche wur-den nicht nur die Kinder getauft, sondern auch Erwachsene.Man unterrichtete erst die Täuflinge in den Wahrheiten derneuen bessern Religion, che man sie in den großen, ewigenBund aufnahm; man lehrte sie erst den Göttlichen kennen, ehesie als seine Nachfolger anerkannt wurden. Doch nicht bloß dieErwachsenen, auch die Kinder wurden getauft, denn ganzeFamilien empfingen zu gleicher Zeit die feierliche Einweihung.