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1 (1837) Andachtsbuch einer christlichen Familie
Entstehung
Seite
260
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Tempel sein? Wichtig wird mir also die Pflicht, für seine Un-verletztheit zu sorgen, so wie für die äußern Mittel, die zu seineräußern Erhaltung auch dann noch beitragen, wenn er im Laufeder Alles verwandelnden Jahre durch sich selbst hinfällig wird!Wie kann der Geist das hohe Ziel seiner Vollendung erreichen,wenn er st.-a Werkzeug, den Körper, durch ein der Natur des-selben widersprechendes Leben verderben läßt!

A-ber von ihren entzügelten Begierden dahingerissen, seheich die Sterblichen um mich her wider ihr eigenes Leben ver-schworen ; da verwandelt bald unmäßige Arbeitslust, bald Ueppig-keit die der Ruhe geweihte Nacht in Tag; da vergeudet derJüngling die Fülle der Gesundheit im Schoost schnöder Wollust;da vergiftet der Schlemmer sein Blut mit verkünsteltcn Speisenund Gewürzen; da zerstört der Säufer die Reizbarkeit undKraft seiner Nerven durch hitzige Getränke; da mordet ein wilderTanz lusttrunkener Jugend lachend die edelsten Vlüthen; da ver-tränkest in thörichter Verweichlichung ein vormals kraftvollesLeben, oder es verdirbt verwahrloset im Schlamm der Un-reinlichkeit. Welch eine Menge von Selbstmördern, die esnicht heißen, nicht sein wollen, ein langes Leben fordern, undsich, gleich Wahnsinnigen, es selber durch Unvorsichtigkeit ver-kürzen ! Wie wenige von ihnen erreichen ein hohes Alter, undwenn sie es erlangen, wie unfrcudig wird es, wie beladen mitSchmerzen, Gebrechlichkeiten und Sorgen aller Art!