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1 (1837) Andachtsbuch einer christlichen Familie
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das zu betrachten, was mir im Alter Friede und Freude gewährenkönne. Man kann mit den Vorbereitungen auf das Alter nie zufrüh anfangen. Der Frühling und Sommer säet aus, was derHerbst ärnten soll. Ein Versehen der Jugend bringt spät Reuedes Greises. Sammle in den Tagen der Fülle, so wirst Lu inden Tagen des Mangels nicht entbehren.

Zur Zufriedenheit im hohen Alter muß sowohl der Zustandunscrs Körpers und unserer äußerlichen Umstände, als auch derZustand unsers Gemüths Alles beitragen.

Der Körper ist aber gleichsam die erste, feste Grundlagezum Gebäude eines dauerhaften und späten Wohlseins. Einkränklicher Mensch kann bei dem besten Willen des Gemüths nichtin ungetrübter Heiterkeit bleiben. Die zerrütteten geschwächtenWerkzeuge der Seele beängstigen und lähmen diese in ihrenWirkungen, überwältigen Len Geist, wenn auch nur vorüber-gehend, und vereiteln die vortrefflichsten Vorsätze.

Der wichtigsten Sorgen eine soll also für die Erhaltungeiner dauerhaften Gesundheit sein. Ohne solche istdas Leben selbst in jüngern Jahren schmerzlich, und die Er-reichung eines hohen Alters kaum gedenkbar und in keinemFalle wünschenswerth.

Alle Personen, welche ein hohes und angenehmes Altererlebten, dankten es besonders der Mäßigkeit in frühem Jahren.In ihr liegt das ganze Geheimniß des Altwcrdens und des sinn-lichen Wohlseins.

Es lassen sich über die Grade der Mäßigkeit, die der Menschin Rücksicht seiner Nahrung, Bewegung und Beschästigungs-weisc zu beobachten hat, keine Vorschriften geben, die jedemTemperament angemessen wären. Was dem Einen zu wenig ist,kann für den Andern Uebcrmaß sein. Niemand wähle daher dasThun und Lassen Anderer zum Maßstab seines Verhaltens inRücksicht auf eigene Gesundheitspflege, und ahme nicht nach indem Glauben: was dem nicht schadet, wird auch mir nichtschaden. Sondern er prüfe das eigene Maß der Kraft. Alles, wasuns allzugroße Erschöpfung, Schwächung und nachherige Un-lust verursachte, was uns aus dem angenehmen Zustand ver-