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überlegtesten Selbstmord ist eine geheime Zerrüttung des Ver-standes, eine Betäubung des Geistes vorhanden.
Man hat seit den ältesten Zeiten über die Kunst, das mensch-liche Leben zu verlängern, Vieles gedacht, gelehrt, geschrieben.Die Begierde, das Grab so lange als möglich von sich entferntzu halten, hat den Sterblichen nicht selten zu den größten Thor-Heiken verleitet. Man vergaß das einfache Gesetz der Natur,durch dessen treue Befolgung allein der Mensch sich, so vielnämlich von ihm abhängt, eine lange Dauer auf Erden zusichernkann; das Gesetz: sei mäßig in allen Dingen ohne Aus-nahme, und hüte dich vor Uebertreibung in irgendeiner Sache! Statt dessen suchte man Hilfsmittel zur Ver-längerung bald in vermeinten Zauberkräften, bald in Arzneien,die für Alles taugen sollten, bald in wunderbaren Kräften derPflanzen,, bald im sogenannten Stein der Weisen.
Es ist aber eitle Mühe, sich ein hohes Alter durch andereMittel und Wege zusichern zu wollen, als durch genaue Beob-achtung der Naturgesetze. Und selbst die strengste Befolgungvon diesen gibt uns keine Zuverläßigkeit unserer Hoffnungen.Der Mensch selbst hat den wenigsten Einfluß auf die längereFortdauer seines irdischen Daseins. Zwar kann er durch Un-mäßigkcit, Leidenschaftlichkeit und vermessenes Beginnen seineLebenskraft früher verzehren, aber übrigens mit aller Vorsichtigkeitseinen Tagen keine Spanne zusetzen. Unser Leben ist in GottesHand. Der Pallast des Todes hat Millionen Pforten, durch welchewir eingetreten sind in seine Macht, ehe wir es wahrnehmen.
Unser Leben währet siebenzig Jahre; wenn es hoch kommt,sind es achtzig gewesen! sagt Moses. Selten sind die Menschen,welche weit über diese Zeit hinaus leben. Wie alle Pflanzen undThiere für ihr Dasein ein gewisses Maß von Kraft haben, soauch der Mensch. Jenes endet, sobald dieses erschöpft ist. Derhat die Hoffnung und Wahrscheinlichkeit, am längsten zu leben,der am wenigsten von seiner Lebenskraft verschwendet.
Man hat über die Lebensdauer der Menschen in verschiedenenGegenden und Zuständen viele und sorgfältige Beobachtungenund Erfahrungen gesammelt, und gefunden, daß gewöhnlich die