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1 (1837) Andachtsbuch einer christlichen Familie
Entstehung
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245
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erreicht; Tausende waren nicht so glücklich als er; Tausendsverunglückten mitten in ihrer Laufbahn, mitten unter ihrenHoffnungen.

Der Betagte hat nun seine Stunden der Ruhe. Wie dermüde Schnitter am Herbstabend, ruht er auf seinen Garben aus,und betrachtet das weite Feld, welches er bearbeitet hat, mitVergnügen. Seine Kräfte sind schwächer geworden, aber erstützt der Welt noch mehr durch seine zahlreichen Erfahrungen,Durch seine gereifte Weisheit. Kann er nicht Andern mit seinemRathe heilsam werden, so sind es seine Söhne, seine Töchter,welchen die Winke eines verständigen Greises lehrreich sind.

Dankbar umringen ihn ptzt Kinder und Enkel. Da sienoch klein und schwach waren, sorgte er für sie, und half ihnen.Jetzt eifert Jeder und Jede, ihm Mühe und Arbeit zu ersparen,ihm liebreich jede kleine und große Sorge zu vergelten.

Der muthige Jüngling, die blühende Jungfrau können einGegenstand der schmeichelnden Bewunderung sein: das Alter istrin Gegenstand allgemeiner Ehrfurcht. Die Menschen stehen beiseinem Anblick still, und die hohe Zahl seiner Jahre erfüllt siemit Hochachtung. Die größten Fürsten der Welt ehren das hoheAlter des Geringsten ihrer Unterthanen mit kindlichen GefühlenDer Ehrerbietung. Dem Greise wird überall der Ehrenplatz ein-geräumt, und die Jugend entblößt ihr Haupt vor dem silbergrauenHaupte des tugendhaften Hausvaters.

Der Greis blickt mit heiterm Gemüth über eine lange Reihevon Jahren hinweg, wie über einen bumen Traum. Dft ergötztsich daran sein Gemüth in der Einsamkeit. Er sieht über dasstürmische Leben des männlichen Alters gern hinweg, in dieStunden der längst entflohenen Kindheit zurück. Vieles hat ervon dem Gewühl der Dinge vergessen; aber was ihn in denJugendjahren anlächelte, das blieb ihm treu im Gedächtnisse.Mit Liebe gedenkt er noch seiner damaligen Freunde und Freun-dinnen ; schon schlummern die meisten derselben unter dem Moosedes Grabes. Er sehnt sich oft mit Wehmuth zu ihnen. DaSErdenleben und die Ewigkeit treten vor seinen Blick näherzusammen. Als Kind sah er mit stillem Entzücken, wie sich

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