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1 (1837) Andachtsbuch einer christlichen Familie
Entstehung
Seite
236
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du, im erhabensten Sinne des Wortes Christ zu sein, wiedie ersten Glieder der christlichen Kirche waren, die, um fürdas Göttliche ganz zu sorgen, die Sorge um Weib und Kinder

nicht über sich zu nehmen wagten?-Dann bist du nicht

mehr einsam. Gottes Vaterarm umschließt dich liebend, undeine reine Seligkeit wird begeisternd dich'durchdringen, nebenwelcher alle Lust des häuslichen Lebens nur schwacher Schattenbleibt. Erkenne deines Schicksals Werth, und gewinne demLoose, welches dir die ewige Vorsehung gab, die erhabenstenaller Vortheile ab!

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Das ehelose Leben.

Zweite Betrachtung.

i. Kor. 7, 34.

Wenn Mcnschenhilfe dir g-ebrtcht,

So hoff' auf Gott, und zage nicht!

Wenn Niemand hilft/ so hilft doch Er;

Mit ihm ist keine Last zu schwer.

Wenn Reiz und Jugend dir entflieht/

So ist's noch Gott/ der auf dich sieht!

Wenn dich der beste Freund verläßt/

Hält dich doch Gottes Liebe fest.

Nimm deine Zuflucht nur zum Herr»/

Er ist dir nah / er hilft dir gern;

Wähl' ihn zum Freund/ nur er alleinKann Tröster dir und Vater sein.

Als durch die grausamen Verfolgungen der Heiden ehemals vielevon den ersten Christen in Einöden flohen, oder freiwillig undin schwärmerischem Eifer die Welt mieden, um Gott sich ganzin einem beschaulichen Leben zu weihen: waren es lange nurdie Männer, welche sich aus dem Umgang der Menschen in eineklösterliche Einsamkeit verbannten. Doch folgten ihrem Beispieleauch endlich viele Christinnen, mit frommer Begierde, durchfreiwillige Entsagung selbst der unschuldigsten Lebensfreuden Gottwohlgefälliger zu dienen, wie sie glaubten. Das Klosterlebcir