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1 (1837) Andachtsbuch einer christlichen Familie
Entstehung
Seite
207
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äußerer Wohlstand, sondern auch innere Glückseligkeit und Zu-friedenheit erhalteir werde das leider wird seltener erwogen.

Allerdings kann zwar keine eheliche Verbindung von der ruhigenVernunft gutgcheißen werden, wo vorauszusehen ist, daß derGatte durch eigene Kraft nicht fähig ist, Gattin und einst Kinderanständig und ehrlich zu erhalten. Aber eben so wenig kann siegutgcheißen werden, wein: um eines Mehrhabens willen Ruheund Lebensfreude einer oder zweier Personen hingeopfert werden.Wie viel der warnenden Beispiele von den: traurigen Ausgangedieser übclberechneten Ehen! Wie viel Gram und Sorgen derer,welche sie mit unseliger Hand erzwangen! Wie viel Jammerund Thränen derer, die sie tragen mußten!

Noch läßt sich zuweilen ein solcher schrecklicher Fehltritt derAeltern durch ihre wohlmeinende, wenn gleich unkluge Vorsorgeentschuldigen; aber wer ist's, der diejenigen zu rechtfertigenunternimmt, die aus thürichtem Familienstolzc und unchristlichemHochmuth Verbindungen verschmähen, welche das Glück derKinder gemacht haben würden, und Ehen erzwingen, welcheUeberdruß, Abscheu, Haß und nagenden Kummer der Verbun-denen zur unausbleiblichen Folge haben "? Wer wagt es, dieElenden zu vertheidigen, welche, um eigenen Gewinnstcs, umeigenen Ansehens, um eigener Vorliebe willen, das Glück ihrerKinder verbrecherisch hinopfern, und lieber diese elend, als sichin ihren geheime!: Entwürfen gestört sehen? Gott richtet übereuch, und die Welt bezeichnet euch mit der Verachtung des Un-willens. Gott richtet über euch, dessen Stiftungen ihr aus schnö-dem Eigennutz zernichtet, indem ihr den heiligen Zweck derselben,Lebensglück, vernichtet. Gott richtet über euch, der Vergelter,der die Thränen zählt, der die Seufzer vernimmt, welche eureSelbstsüchtigkeit einen: Wesen erpreßt, das zu bessern Schicksalengeschaffen wurde. Ihr erreichtet oft euer grausames Ziel; seltenaber entgehet ihr der furchtbaren Reue. Sie ereilt euch, wennauch erst auf dem folternden Sterbebette, wo sie euerm Gewissendas Elend zustüstert, welches ihr schüfet und auf Erden nachlassct.

Nirgends ist eine zartere Grenzscheioe zwischen dem weisenGebrauche und Mißbrauche älterl ich er Gewalt gezogen, als