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1 (1837) Andachtsbuch einer christlichen Familie
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ihren schwachen Vcrstandcskrästen dieselbe noch nicht ganz zuerfassen vermögen? Wie, du Weiser, du Hochgebildeter, duEinsicl woller! ist dein Geist denn groß genug, den Ewigen zuerkennen in seiner ganzen Majestät? Ist dein Geist mächtigHenug, das Unendliche zu umfassen? Wohlan, so wehre cs auchDen Kindern nicht, sich ihm zu nahen, und Jesu freundlichenRuf zu hören! Lasse sie, während du in Ehrfurcht zum Staubevor Gottes Größe anbetcnd niedcrsinkest, jene Kleinen, mitfrommer Unschuld und Zärtlichkeit lallen: Abba, lieber Vaterim Himmel!

Aber wenn Jesus die Kinder zu sich ruft, geschieht cs nichtohne schwere Warnung für diejenigen, welche sie ihm an ihrerHand zuführen. Wer aber ärgert dieser Geringsteneinen, die an mich glauben, spricht er, dem wärebesser, daß ein Mühlstein an seinen Hals gehängtwürde, und er ersäuft würde im Meer, da cs amtiefsten ist. (Marth. 18, 6.) Dies Aergerniß, welches denKindern gegeben wird, und wodurch sie verführt oder Gottund der Religion abtrünnig werden können, besteht entweder ineinem lasterhaften Beispiel, oder in unchristlicher und tadelns-wcrther Lehre.

Frühe also sollen wir die Jugend mit Jesu, das heißt, mirseinen Offenbarungen von Gott und der Ewigkeit, bekanntmachen; aber wir sollen uns auch hüten, ihnen durch unsereLehre oder Beispiel Aergerniß zu geben, das heißt, wir sollensie nicht durch die Art, wie wir sie mit dem Christenthum ver-traut machen, noch durch unfern Lebenswandel gegen die wahreReligion erkalten.

Dies also ist der Mittelweg, welchen christliche Aeltcrn undErzieher für das Heil der ihnen von Gott anvcrtrauten Kinderzu wandeln haben. Es ist ein Weg, nicht bloß Aeltcrn, nichtbloß Erziehern wichtig, nein, allen Erwachsenen, auch wennsie selbst keine Aeltcrn sind. Denn jeder Erwachsene ist,ohne daß er daran denkt, ein Erzieher der Jugend,auch der fremdesten. Denn sie hört auf seine Worte, sichtauf seine Beispiele; sie ahmt ihm mit Unerfahrenhest nach. Ja,