wovon wir leben, uns nähren und kleiden »vollen. Daranhängen noch die Besorgnisse unserer Eitelkeit, die kleinen Gelüsteunserer Bequemlichkeit, die Aussichten für unsere Kinder oderFreunde, und eine zahllose Menge von sich alltäglich verändern-den Wünschen und Planen für die Zukunft.
Es ist in unfern Tagen unter tausend Haushaltungen vielleichtkaum eine einzige, welche nicht von Nahrungssorgen mehr oderwem'aer gedrückt würde, oder doch ihr Bcsitzthum und ihreehemaligen Einkünfte nicht sehr geschmälert sähe.
Und unter diesen Tausenden mache auch ich keine Ausnahme.
Doch den Muth darf ich nicht sinken lassen. Wer seineStandhaftigkeit aufrecht hält, hat noch die Möglichkeit, sichaus seinem bedrängten Verhältnisse wieder hcrvorzuschwingen.Man muß nie an sich selbst verzweifeln, noch weniger an derVorsehung, der tausend uns unbekannte Mittel und Wege zuGebote stehen, uns wieder in eine andere Lage zu versetzen, wenncs die rechte Zeit für uns ist. Das haben ja Millionen schonvor mir erfahren; das erfahren Millionen noch alle Tage.
Ich will standhaft sein, unerschrocken auöharren, wie esdann auch kommen möge. Mir gleichviel! Ich kann cs nichtändern. Alles hängt ja von der Hand des Allerhöchsten ab.Ihm müssen wir uns schweigend unterwerfen.
Doch diese Ergebung in Gottes Willen soll und darf michnicht in Unthätigkeit gerathen lassen. Will ich den Segen desHerrn hoffen, so muß ich mich durch Anstrengungen desselbenwenigstens würdig machen. Ein fauler Knecht wird auch vombesten Herrn verstoßen. Nur dem, der keine Mühe spart, sichselber nach allen Kräften zu helfen, hilft Jedermann freundlich.So will auch ich mit Gottes Beistand thun. Er wird mich nie, ganz verlassen.
Es ist Zeit, daß ich einmal recht ernsthaft überlege, wiemir zu helfen sei. Und will ich das, so muß ich ohne Schonungmeiner Eigenliebe prüfen, woher die Abnahme meiner Glücks-umstände rührt. Bin ich nicht vielleicht selbst zum Theil Schulddaran? War ich nicht vielleicht in meinen Unternehmungen zu-weilen unvorsichtig? War ich nicht vielleicht in meinen Aus-