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rcr Künstler, Handwerker und Kaufmann von seinen Kunden.Einer wetteifert mit dem Andern um die Gunst des Dritten.Kinder, bis sie, laut Gesetzen, das volle Alter der Mündigkeithaben, sind von ihren Aeltern, Erziehern und Vormündernabhängig. Diese Art der Abhängigkeit kann nie aufgehobenwerden, weil sie die Auflösung der menschlichen Gesellschaft,die Zerrüttung alles Glücks und Wohls zur Folge habenmüßte.
Aber wir sollen unsere Abhängigkeit von Andern nicht ohneNoch und in dem Grade vergrößern, daß wir damit aufhören,für uns selbst als eigene Zwecke zu bestehen. Der Untcrthan istzu Allem frei, was nicht gegen die landesobrigkeitlichen Gesetzeverstößt; das unmündige Kind ist zu Allem frei, was nichtdie Ehrfurcht gegen den Willen der Aeltern verletzt, die besserwissen, was zu seinem Besten dient; Knecht, Magd, Tagelöhner-Haben ihrer Herrschaft nur in dem zu gehorchen, was die Haue-vrdnuna mit sich bringt, oder ll-re Kräfte und Einsichten
auf eine gewisse Zeit vermiethen.
Hingegen eine ganz andere Bcwandtniß hat cs mit denen,die sich in solche Lage bringen, daß sie, ob sie gleich erwachsengenug sind, freien Willen zu haben, blindlings aucb den elendestenGeboten, den willkürlichsten Einfällen Anderer folgen müssen;daß sie Befehle und Wünsche erfüllen müssen, gegen welche sichihr Herz empört und durch welche das Gefühl ihres Selbstwerthesfast ganz vernichtet werden muß; daß sie die Achtung für sichselbst vernichten müssen, und empfinden, keines Andern Achtungzu verdienen.
Und in diese, die Menschenwürde in uns vertilgenden Verrhältnisse werden wir nicht durch Obrigkeiten, nicht durch Aeltern,nicht durch Herrschaften, nicht durch die Gunst derer gebracht,die unserer Arbeiten und Dienste bedürfen: sondern durch unsereSchwächen, Thorheiten und Fehler. Niemand glaube, dahinkönnte es nie mit ihm kommen. Es ist oft nur allzuleichtoiöalich! Und daher sollen wir die Gefahlim kennen lerne!?, dieunserer Tugend drohen, um nicht von denselben das Opfer zuwerden.