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vielleicht gehorcht, um öffentliche Ruhe zu erhalten, aber imStillen wieder anders thut. Aus diesem Grunde sind allgemeindie eiteln und herrschsüchtigen Weiber die schlechtesten Wirthinnen.Es mangelt ihnen an richtiger Einsicht, wie sie die Seele desHauswesens sein können.
Gütig soll sie sein auch gegen alle diejenigen, welchemit der Familie in irgend einer Verbindung sichen. Ihre Liebeund Freundlichkeit soll die mit dem Hause versöhnen, welchewider Einen in demselben etwas haben. Ohne Liebe von außen,wie will da Wohlsein und Glück im Innern blühen? Darumisi sie cs, welcher am meisten an Eintracht mit allen Nachbarngelegen isi; sie opfert lieber an Kleinigkeiten auf, uni dasgrößere Gut, allseitige Hochachtung und Zuneigung gegen dasHaus, zu bewahren. Darum ist sic es, welcher am meistendaran gelegen ist, daß nicht durch Klatschereien und Zwischen-trägcreien der stille Frieden ihrer Lieben gestört werde. Vielesmag sie im Kreise ihrer Freundinnen vernehmen, aber nur dasGute behält sie im Gedächtniß und nennt es wieder. Nichtimmer kann sie ihr Ohr verleumderischen Reden und boshaftenBemerkungen, wohl aber denselben ihre Zunge entziehen. Siewill das Glück ihres Hauses, darum möchte sie die Liebe derganzen Welt auf dasselbe sammeln.
- Dies ist das Bild der christlichen Hausmutter, wie es dieheilige Schrift darstellt. So sei jegliche, auf daß durch ihrenWandel nicht das Wort Gottes verlästert, sondern geehrtwerde!
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