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Niemand weiß, was sie that; Niemand weiß es, was sie litt;Gott dem Allwissenden nur ist es bekannt. Sie hat Alles gernvergessen, sobald ihr des Lieblings Leben wieder geschenkt war.Sie rechnet es ihm nicht an, was sie duldete. Kein Sterblicherspricht davon; Keiner lohnt es ihr. Nur Du, v ewiger,gerechter Gott, nur Du hast ihre Thronen, ihre Sorgen nichtvergessen ; Du rechnest es ihr an.
Sie selbst gehört sich nicht — sie ist Hausfrau. Sie hat fürAndere zu denken. Und ob sie auch erkranke: sie muß für dieGesundheit Anderer wachen; und ob sie auch manche Erquickung,manche kleine Freude entbehren muß: sie sorgt erst, daß ihreAngehörigen ihr Theil empfangen und ihre Freude genießen.Sie ist der Engel des Friedens im Hause, der sichtbare Schutz«geist häuslicher Ordnung und Glückseligkeit. Sie hat den Blickauf das Größte und Kleinste gerichtet, und vergißt deren keines.Sic umfaßt Alles mit der ihr eigenen Mutterliebe und Mutter«sorge. Sie halt sich für die Schuldnerin aller Andern, undglaubt, sie könne nie genug thun, wahrend sie doch dieWohlthäterin eines Jeden wird, und oft schmerzlicher Undankdie einzige Vergeltung ist, welche ihr zu Theil wird. Aber sievergißt den Undank; sie ist schon wieder glücklich und fährtunverdrossen in ihren: Tagewerke fort, wenn sie nur von einemEinzigen mit freundlichem Lächeln belohnt wird. Sie fordertkeinen Lohn -— es kann ihn Keiner geben — ihr Herz findetihn in dem Gelingen ihrer freundlichen Bemühungen, in derGlückseligkeit der Ihrigen.
So dieHausmutter — die christliche Hausmutter, diesschöne Bild der edelinüthigen Selbstverläugnung aus Liebe!Wie edel sicht sic da in ihren: einfachen, aber tief wirkendenBeruf! Der Mann kann glänzendere Dinge thun; er kann durchseine Kunst und sein Gewerbe Reichthun: sammeln; er kann sichin der Stadt, in: Lande, unter fremden Völkern einen Namenmachen; er kann mit seiner Kraft vielleicht eine halbe Welterschüttern, — aber unmittelbarer, inniger und anhaltenderbeglücken kann er nicht, als die gute Hausfrau, auf derenbescheidenes Thun Niemand achtet.