Druckschrift 
1 (1837) Andachtsbuch einer christlichen Familie
Entstehung
Seite
77
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t. Tim. s, 1. s.

Vater/ bis auf diese StundeFührtest Du mich väterlich;

Aus dem Herzen / aus dem MundeStröm' ein dankbar Lied für Dich!

Du bist'S/ der uns Alles geben/

Alles wieder nehmen kann!

Dich/ du Quell von allem Leben /

Bet' ich täglich froher an!

Alles steht in Deinen Händen/

Reichthum/ Armuth/ Kleid und Brod;

Gott/ von Deinem Himmel sendenKannst Du Freuden oder Noth.

Alles ist an Dir gelegen/

Menschen richten wenig aus:

Kommt von Dir nur/ Herr/ der Segc»/ ,So ist wohlbcstcllt mein HauS.

Ehe Völker, ehe Könige und Fürsten große Staaten errichtenkonnten aus der Vereinigung vieler tausend Familien, warendiese Familien vorhanden, und jede derselben für sich gleichsamein eigener Staat, deren natürliches Oberhaupt der Vater der-selben, oder nach seinem Tode der älteste Verwandte gewesenist. Nach seinen: Namen ward das ganze Geschlecht oder derganze Stamm genannt. Er unterhandelte und sprach allein fürdie Rcchtsame desselben. Er sorgte für dessen Erhaltung, Schutzund Glück. Er war die achtbarste Person unter den Seinigen,und wenn er gebot, gehorchten freudig alle seine Angehörigen.

Unter allen Völkern ist die Würde des Hausvaters ehrwürdiggewesen und geblieben; noch heutiges Tages ist dieselbe geachtetin allen Welttheilcn, unter allen Nationen. Denn sic ist injedem Staate die erste und natürlichste jedes Bürgers. DerFürst bekleidet sie, wie der Aermsie von den Unterthancn.Das Gesetz aller Länder gibt dein Hausvater, der als Fürst unterden Seim'gen stehen soll, höhere Rechte und höhere Pflichten.Er handelt noch jetzt als Stellvertreter der Seim'gen; ist der