kleinliche, selbstsüchtige, hartherzige Menschen, ohne Liebe fürAndere, und ungeliebt von Andern.
Lehret früh eure Kinder genügsam sein mit Wenigem, undFreude darin suchen, durch Mitteilung ihres kleinen Ueberrflusses dankbare Herzen zu machen. Lehret sie sparsam sein indem, was ihnen nothwendig ist, aber freigebig und hilfreichsein gegen diejenigen, welche weniger haben, als sie.
Der Weise, der ächte Christ, weit davon entfernt, denBesitz zeitlicher Güter für eine Sünde zu halten, sieht das Eigen-thum vielmehr als ein großes Beförderungsmittel menschlicherGlückseligkeit an. Er sucht daher durch Sparsamkeit sein Ver-mögen zu erhalten, und durch rühmliche Arbeitsamkeit es zuvermehren; aber nicht, um es als einen todten Schatz zubewachen, oder zum Kitzel seiner sinnlichen Gelüste anzuwenden.Er meidet daher den fruchtlosen Aufwand und die Verschwendungfür eitle, sinnliche Genüsse, die seine Denkart verderben könnten;er ordnet sogar durch gewisse männliche Grundsätze seinen Hangzur Freigebigkeit und zum oft unzeitigen Mikleiden; aber allesdies, um desto schneller bereit zu sein, da mit Nachdruck zuhelfen, und ohne Rechnung auf Dank, wo Hilfe wohl angebrachtist; wo Pflicht, wo Großmuth, wo Wohlanständigkeir ihn auf-fordern , freigebig zu sein; wo er Andern Freuden bereiten odergemeinnützige Anstalten begünstigen kann.
Er betrachtet das zeitliche Vermögen nicht als den Zweckseines Hierseins, sondern als das Mittel, sich künftigen Bestim-mungen jenseits des Grabes würdiger zu machen. Dort ist seinhohes Ziel, dort sein Schatz", dort auch sein Herz! Für diesesopfert er seine Ersparnisse; nicht Schätze will er sammeln aufErden, da sie die Motten und der Rost fressen, und da dieDiebe nachgrabcn und stehlen! (Matth. 6, 20.)
Vater im Himmel, auch mir gabst Du Eigenthum: war ichimmer weise im Gebrauch desselben? Hatte ich immer Muthgenug, mir selbst oft Gelüste und Bequemlichkeiten zu versagen,wenn ich mit dem, was ich wohl entbehren konnte, Andern einEngel des Trostes zu werden fähig war? Opferte ich nicht oftdie ersten Pflichten gegen leidende Mitmenschen meinem Hange