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1 (1837) Andachtsbuch einer christlichen Familie
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haben würde! Me mancher Vater, wie manche Mutter geizengegen ihre eigenen Kinder, verwahrlosen deren Erziehung, undspenden die mit niedriger Erwcrbsucht auf ungerechten Wegenzusammengespartcn Summen für Kleiderglanz und prächtigesHausgeräthe hin!

Jedem gab Gott sein Pfund, mit dem er hienieden wuchernsollte, zur Beförderung allgemeiner Glückseligkeit; Jeder wird >von der Anwendung der ihm anvertrautcn Mittel einst Rechen« !schaft zu geben haben. Wehe den treulosen Haushaltern, welche,unempfindlich gegen das Unglück hilfsbedürftiger Brüder, ihrenReichthum zusammenhäuftcn, oder ihn nur auf dem Altar ihrerLeidenschaft opferten! !

Die gemeinste Quelle des Geizes liegt in der fehlerhaftenErziehung der Jugend, da man sie nicht mit dem rechten undwürdigen Gebrauche irdischen Vermögens bekannt machte; daman sic nicht lehrte arbeiten, um wenig für sich selbst, vielesfür Andere zu gewinnen; da man sie mit Lobsprüchen über«häufte, wenn sie ohne Zweck sparsam, ohne Nutzen für sichund Andere karg waren. Oft bewirkt die dürftige Lebensart inKinderjahren die allzuängstliche Sorge um die Tage der Zukunft,den unmäßigen Hang zum Vermögcnsammeln. Oft fallen dieunbesonnensten Verschwender in den Fehler des Geizes, wennsie sich plötzlich von Armuth und Schande bedroht sehen, undnun in Verzweiflung ein gewaltsames Gegenmittel ergreifen zumüssen glauben. Ost artet das hohe Vergnügen, welchesanfangs die Sparsamkeit gewährte, in alle Untugenden desGeizes aus, wenn die gesammelten kleinen Schätze immerlüsterner nach den größer» machen, und durch die Gewohnheitbeständiger Nahrungssorgen das Gemüth unempfänglich fürreinere Freuden geworden ist.

Daher wird es weiser Aeltern Pflicht, schon früh über dieNeigungen ihrer Kinder zu wachen. Hütet euch, ihrer Sucht Inach Mehr haben als Andere euern Beifall zu geben;junge Leute, welche schon so früh über dem Wohlgefallen an ^todten Gütern die Freuden der Mittheilung, die Lust ihres ^harmlosen Alters vergessen, sind gemeiniglich in später» Jahren !