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1 (1837) Andachtsbuch einer christlichen Familie
Entstehung
Seite
59
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immerdar heiteres Gemüth gehören, welkes mit Freudigkeitvie Sorgen des Lebens trägt und die heiligen Pflichten desBerufs erfüllt. So werde ich mir selbst das Leben in meinenVerhältnissen verschönern können, sie mögen auch sein, wie siervollcn.

Nackt und arm trat ich in diese Welt; arm und bloß werdeich sie wieder verlassen. Nichts nehme ich einst mit mir, als dasZeugniß eines guten Gewissens, daß ich in jeder Lage meinesLebens nach Jesu Vorbild gut und nützlich war. Ach, nachdiesem Schatz, der nie verschwindet, nach diesem Segen, derfür mich durch die ganze Ewigkeit fortwährt, laß mich trachten.Dazu segne meine Anstrengung, meine Sorgen, o Gott, umJesu und Deiner Liebe willen. Amen.

6 .

Vom Genuß der Freude.

t. T hess. 5, t6.

Wie herrlich, Gott, ist Deine Erde,

Wie wundervoll schon diese Welt!

Ach, was ich war und bin und werde,

Bezeugt, daß Deine Hand mich hält;

Bezeugt, daß ich zum Glück berufen,

Zur Seligkeit geboren bin.

Der Seraph jauchzt auf höhern Stufen,

Der Wurm im Staube ruft: Ich bin!

Ich bin! das Dasein schon ist Freude!

Ich bin! wie könnt' ich elend sein!

Was Du erschufst, riefst Du zur Freude,

Der Mensch nur schafft sich seine Pcm.

So will ich denn in Dir nur leben .

Und ganz dem Lebensglück mich weib'n;

Das heißt, ich will als Christ nur leben,

Und mich in Gott als Weiser freu'n.

Ebemi Alles zur Freude wach wird, sollte ich mein Herz demschönsten Gefühle verschließen? Ich habe meine Tage derThränen gehabt: sollte ich den Stunden der Heiterkeit abschwö--ren? Ich bin nicht geschaffen zu ewiger Trauer, auch nichtZu ununterbrochenem Vergnügen. Die wechselnden Stunden