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stiller Genügsamkeit die reinsten Lebensfreuden genießen könnte;wie er selbst mit Unbesonnenheit das Gute vernichtet, was ihmsein Stand verschafft.
Seine Wünsche, seine Neigungen gehen immer über seineBerufsgeschäfte hinaus; darum vernachlässigt er diese, weil seinHerz nicht bei ihnen ist. Er wird unbrauchbar zu seinen Arbeiten,welche ihm sein Stand auflegt. Er flößt mit Recht Verdachtgegen sich ein, und wir bezweifeln feine Brauchbarkeit inwichtiger« und größer« Geschäften, da er nicht den kleinernvollkommen gewachsen ist.
O mein ewiger, himmlischer Vater, du Schöpfer derStände und Ordnungen,. du Geber des Reichthums und derArmuth, der Du die Könige vom Thron stoßest, Fürsten alsBettler in die Fremde jagst, und die Niedrigen erhebest — nein,ich flehe nicht um Reichthum und Würde, nicht um Ansehenund Macht, sondern nur um ein zufriedenes, auf Deine weiseVorsehung vertrauendes Herz!
Der Stand, welchen Du mir in dieser Welt angewiesenhast, reicht hin, um mir, so lange ich mäßig bin, was ichbedarf, zu geben; reicht hin, mir und auch den Meinigenmanche frohe Stunde zu verschaffen. So will ich denn, was ichdurch Deinen Willen habe, mit stiller Dankbarkeit genießen, undmir nicht durch Unzufriedenheit auf kindische Art verderben, wasich besitzen und genießen kann. Ich will mit dem Guten vorliebnehmen, wenn mir das Bessere fehlt. Denn wer weiß, wie langeich lebe; werweiß, ob ich lange dessen froh sein würde, wasich wünsche, wenn ich es endlich erreicht hätte?
Hat gleich auch meine Lage ihre Unannehmlichkeiten, dieich bei aller Vorsicht, bei allem guten Willen nicht vermeidenkann: Gewohnheit wird mich endlich mit denselben aussöhnen.Um meine Zufriedenheit recht dauerhaft zu machen, will ich michüben, mehr an das Gute in meinen gegenwärtigen Umständen,als an das Böse derselben zu denken. Dies will ich bei jedemAnläße auch meinen Freunden, meinen Hausgenossen fühlbarmachen. So verliert das Uebel seinen schärfsten Stachel, wennich weniger empfindlich gegen dasselbe bin. So wird mir ein