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1 (1837) Andachtsbuch einer christlichen Familie
Entstehung
Seite
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faltigere Weift Wohlsein bereiten können. Aber um der bessernMittel willen, die wir noch nicht haben, die geringcrn verachtenund nicht gebrauchen, in deren Besitz wir wirklich sind, das heißtThorheit.

Woher aber kommt es, daß so viele Menschen ungenügsammit dem sind, was ihnen Gottes Gnade verliehen hat? Undbesonders, warum sind ihrer heutiges Tages so viele mit ihrerhäuslichen Lage oder mit ihrem Stande unzufrieden?

Nicht selten ist daran schon das Vorurtheil und derEigensinn der Aeltern oder derer Schuld, welche jungeLeute zu einem Stande zwing«en, zu welchem die-selben weder die gehörigen Anlagen noch Neigunghaben. Aeltern und Erzieher stehen bei den Kindern anGottes Statt; ihre Pflicht ist, diejenigen, welche ihrer Für-sorge anvertraut sind, in eine solche Lage zu brir/gen, daß sieeinst sich ohne Hilfe Anderer ihre Bedürfnisse erwerben können.Aber darum ist es Pflicht, daß man die Fähigkeiten, die Eigen-schaften und Neigungen des Kindes mit zarter Vorsicht wohlprüfe,-ehe der Entschluß genommen wird, welcher über dasSchicksal des ganzen Lebens entscheidet. Zwar ist die Jugendnicht im Stande, sich selbst ihren künftigen Beruf zu erwählen;sie hat weder Erfahrung genug, noch urtheilt sie über ihreeigenen Kräfte immer richtig. Zwar fehlt cs auch den bestenAeltern oft an Mitteln und Gelegenheit, Kinder einem Beruf zuwidmen, für welchen dieselben vorzügliche Geschicklichkeit undVorliebe zeigen. Allein es ist schon genug gethan, wenn jungeLeute wenigstens in keine Lage hinein gezwungen werden, gegenwelche sie die offenbarste Abneigung und durchaus keine Anlage^ beweisen, darin einst glücklich zu werden.

Inzwischen fehlt es leider nicht an Personen, welche einOpfer des Eigensinns, oder der Eitelkeit, oder des Eigennutzesihrer Aeltern und Versorger geworden sind. Ihr Schicksal istnun für immer entschieden, und ist es gleich nicht nach ihrenWünschen, so sollen sie als Christen mit Ergebung und Muthdasselbe nehmen, tragen und aufs Beste benutzen. Die Gewohn-heit versöhnt uns aüch mit dem, was uns anfangs unerträglich