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1 (1837) Andachtsbuch einer christlichen Familie
Entstehung
Seite
52
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möchten die ganze Welt verbessern, welche für sie nichts taugt.Warum fangen sie die Verbesserung nicht bei sich selbst an?Warum vergessen sie über das Unmögliche, welches sie begehren,das Mögliche, was sie vollbringen könnten ?

Der Unzufriedene ist der Selbstmörder seinereigenen Glückseligkeit. Er vergißt das Gute unter seinenHänden über das Bessere in der Ferne. Ihn quält der immer-währende Durst, weil sein Eigensinn die Quelle verschmäht,welche zu seinen Füßen rinnt. Er zerstört mit unbesonnenerBlindheit den Himmel seiner Gegenwart; seine Thvrheit wirdihm selbst eine Last, und Andern ein Spott.

Es ist aber ein großer Gewinn, wer gottseligist und lässet ihm genügen. (1. Tim. 6, 6.)

Es gibt in der Welt kein Glück ohne Zufriedenheit; Zufrieden-heit aber ist das Glück selbst. Willst du in deinem Stande voll-kommen glücklich werden, lerne mit demselben zufrieden sein.

Die Zufriedenheit mit unserm Stande, mit unserer äußer-lichen Lage, besteht in der Genügsamkeit mit den Vortheilen und ^Annehmlichkeiten, welche wir daraus empfangen; in der herrschen-den Ueberzeugung, daß wir durch Fleiß und Sparsamkeit hin-länglich erübrigen können, unser Leben auf eine anständige Artzu erhalten; in der Ueberzeugung, daß nicht ein größerer Glanz,ein höheres Ansehen, ein ansehnlicheres Vermögen, sondern dievollkommenste Erfüllung unserer Bcrufspflichten uns die Achtungder bessern Menschen erwirbt; in der Ueberzeugung, daß jeder >

Stand seine Widerwärtigkeiten hat, und wir dieselben durch eigene !

Kraft vermindern können, wenn wir mit Klugheit, mit SchonungAnderer, mit Verträglichkeit leben wollen. !

Damit ist jedoch nicht gesagt, daß wir unfern Zustand nichtverbessern sollen, wenn wir es auf eine anständige Weise können; !

oder daß wir Aemtcr, Ehren, einträglichem Verdienst ausschlagen ^sollen, wenn sich die Gelegenheit freundlich anbictet; oder daßwir uns keine Mühe geben sollen, unfern Wohlstand, unser An-sehen , unfern Wirkungskreis zu vergrößern. Denn das hieße diegerechten Mittel verschmähen, wodurch wir sowohl Andern als !rms größern Nutzen stiften, und Andern und uns auf manm'g-